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Kunert baut 200 Jobs ab

Die Textilfirma Kunert Rankweil in Vorarlberg wird bis spätestens Frühjahr 2006 ihre beiden Produktionsbereiche „Feinstrumpf“ und „Garntextierung“ schließen. Davon werden 200 Mitarbeiter betroffen sein.

Für sie wurde ein Sozialplan ausgearbeitet. Das gab Geschäftsführer Jürgen Schäper Freitagnachmittag im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung in Rankweil bekannt.

Das Unternehmen will sich weiter auf die Sparten „Großrundstrickerei für technische Textilien“ und Veredelung von Maschenstoffen konzentrieren, in denen 220 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die Bereiche seien seit Jahren erfolgreich, so Schäper: Über 20 Mio. Euro wären in den vergangenen zehn Jahren investiert worden, weitere Investitionen seien geplant.

Die Entscheidung zur Schließung der beiden anderen Bereiche sei notwendig geworden, „da massive Rohstoff- und Energiepreiserhöhungen, weltweite Überkapazitäten und ein immer stärkerer Importdruck aus Fernost eine nachhaltige und wirtschaftliche Produktion am Standort Rankweil auf Dauer unmöglich machen“, hieß es.

Erschwert werde diese Wettbewerbssituation dadurch, dass das für die Garntexturierung benötigte Rohgarn zugekauft werden müsse. In den vergangenen Jahren reduzierte sich die Produktions- und Verkaufsmenge von 5.000 auf 3.000 Jahrestonnen bei kaum veränderten Fixkosten. Eine Änderung der Marktlage sei weder zu erwarten noch abzusehen, so Schäper: „Produktionsstandorte namhafter Garnproduzenten in ganz Europa wurden auf Grund dieser Situation ebenfalls geschlossen.“

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