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Kulturleitbild 2005 – und was in vier Jahren erreicht wurde ...

©Amt der Stadt Dornbirn
Dornbirn. Das Kulturleitbild der Stadt Dornbirn wurde im März 2005 als Ergebnis eines umfassenden Prozesses beschlossen.

 

Viele Dornbirner Kulturschaffende aber auch Experten waren beteiligt. Neben einer Analyse der aktuellen Situation wurden im Leitbild mögliche Maßnahmen und Empfehlungen formuliert, die in den vergangenen Jahren großteils umgesetzt wurden. Die Entwicklung der „Kultur Stadt Dornbirn“ kann sich duchaus sehen lassen.

Ausgehend von dem Leitgedanken, dass der qualitativ hohe Level der Stadt Dornbirn im Wirtschafts- und Handelsbereich auch eine Entsprechung im Kulturbereich finden soll, wurden vier AAAA formuliert, auf der die Kulturentwicklung aufbauen soll:

Alltagskultur, aus dem Alternativbereich gewachsene Kultur, Avantgarde, Architektur.

Damit verbunden ist die Stärkung der kulturellen und künstlerischen Präsenz im öffentlichen Raum, die Förderung einer gezielten Nischenpolitik und die Verstärkung von Kinder- und Jugendprogrammen.

Natürlich sind einige Maßnahmen einem gewissen Entwicklungszeitraum unterworfen, im Rückblick können aber einige Projekte exemplarisch genannt werden, die den Zielsetzungen des Kulturleitbildes entsprechen.

So ist im Schnittfeld von Alltagskultur, Avantgarde und Architektur die in den vergangenen Jahren konsequente Umsetzung und Förderung künstlerischer Projekte bei neuen Bauten sicher ein wichtiger Punkt. Gerade erst vor einigen Tagen wurde die Ausgestaltung wichtiger Passagen des Krankenhauses Dornbirn mit Arbeiten des Fotokünstlers Nikolaus Walter fertig gestellt, weitere Beispiele sind dort die Arbeit von Karl-Heinz Ströhle im Erweiterungsbau, die Lichtinstallation von Ruth Schnell im Stadtbad oder die großflächige Wandarbeit der Brüder Getzner in der Bahnhofsunterführung.

Mit dem Neubezug in die Marktstrasse 33/Alte Naturschau hat das VAI (Vorarlberger Architektur Institut) nun eine Infrastruktur, wo dieses für die gesamte Region bedeutende kulturelle Feld entsprechend präsentiert werden kann. Und mit der dauerhaften Einrichtung des FLATZ-Museums ebenso in diesem Gebäude so wie mit den multimedialen Ausstellungen in der Montagehalle durch den Kunstraum Dornbirn werden aktuelle Positionen zeitgenössischen Kunstschaffens aufgezeigt.

Ein besonderer Aspekt im Bereich der Alltagskultur ist die Erweiterung der inatura mit den „Science-Zones“, die auf spielerische Art vor allem ein junges Publikum mit naturwissenschaftlich-technischen Phänomenen vertraut macht. Für die Öffentlichkeit zugänglich ist nun auch das Textilmusterarchiv des Stadtmuseums im neuen Depot in den ehemaligen Räumlichkeiten des BIFO, wo auch die Kunstankäufe der Stadt archiviert sind. Verbessert wurde auch die Infrastruktur im Jazzseminar der Musikschule Dornbirn mit neuen Räumlichkeiten für den Schlagzeugunterricht. Neu sind auch die Blasmusik-Melange im Außenbereich der inatura und die Frühschoppen sowie die Unterstützung des Chorwesens mit spezifischen Projekten aus dem Hering-Marsal-Fonds.

Auf großes Interesse stoßen auch das vom Stadtarchiv mitgetragene „Montagsforum“ im Kulturhaus Dornbirn, dazu ergänzend die Dornbirner Salongespräche, die sich aktuellen gesellschafts- und kulturpolitischen Fragestellungen widmen.

Die aus dem Alternativbereich gewachsene Kultur hat sich etwa mit dem Spielboden zu einem der größten Kulturveranstalter Vorarlbergs etabliert. Die im Kulturleitbild angeregte Verjüngung des Vorstandes ist erfolgt und wirkt sich auch in neuen, vor allem ein jüngeres ansprechende Programmreihen wie Poetry Slam oder Singer/Songwriter aus. Zudem gibt es in Dornbirn verstärkte Angebote im Kinder- und Jugendtheaterbereich, im TIK finden mit dem Theater Wagabunt auch Workshops statt, und das Jugendsinfonieorchester konnte mit Produktionen mit Schauspielern wie Karl Markovics österreichweit Beachtung finden.

Auch die vom Kulturreferat veranstaltete Konzertreihe „Dornbirn Klassik“ setzt auf programmatische Nischen und baut auch immer wieder Musik unserer Zeit ein, wie beispielsweise die Uraufführung eines Orchesterwerkes des österreichischen Komponisten Georg Friedrich Haas durch das Münchener Kammerorchester. Musikalische Besonderheiten in einem anderen Segment bietet bei freiem Eintritt am Marktplatz das Origano-Festival.

Nach vier Jahren Kulturleitbild Dornbirn lässt sich eine durchaus positive Bilanz ziehen, auch wenn in weiterer Folge einige größere Schritte noch anstehen. So ist etwa zu klären, in welcher Form nun auf das Ende des Impuls-Festivals reagiert werden kann. Zudem soll mittelfristig eine Prüfung der räumlichen Situation der äußerst erfolgreichen Stadtbücherei sowie notwendige Adaptierungsmassnahmen beim Kulturhaus eingeleitet werden.

Zu guter Letzt soll mit dem nun neu erschienen Dornbirner Kulturkalender die Kommunikation und Vermittlungsarbeit verstärkt und ein breiteres Bewusstsein für kulturelle Belange geschaffen werden. Ein in nächster Zeit erstellter elektronischer Newsletter wird diese Maßnahme noch unterstreichen.

Quelle: Amt der Stadt Dornbirn

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