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Kühe sind hartes Alpleben nicht mehr gewohnt

Moderne Hochleistungskühe sind das harte Leben auf der Alpe nicht mehr gewohnt. Sie sollten nicht zu viel laufen, denn das braucht Energie und die fehlt der Kuh dann für die Milchproduktion.

Alpzeit bedeutet für Tiere und Hirten ständige Bewegung. In vielen Talbetrieben wird heute den Kühen das Futter in den Stall gebracht, auf der Alpe müssen sie es auf oft meist mageren und steilen Wiesen selber suchen.

Moderne Hochleistungskühe sollten aber nicht zu viel laufen. Verbrauchen sie zu viel Energie, fehlt diese dann für die Milchproduktion, wie der ORF berichtet. Um die Milchleistung zu halten, wird immer öfters Heu und Kraftfutter dazugefüttert. Mit der Zusatzfütterung werden die Hochleistungskühe auch nicht krank.

Auf der Garnera-Alpe in der Silvretta verbrachten vor Jahrzehnten über 90 Kühe den Sommer, heute ist die Herde auf 30 Tiere geschrumpft. Die Sennküche wurde zur Abstellkammer, denn für einen rentablen Sennereibetrieb gibt es nun zu wenig Milch. Die Milch wird jetzt jeden zweiten Tag zur Molkerei nach Feldkirch gefahren.

Hinzu kommt noch, dass die Weideflächen infolge mangelnder Pflege verwildern und zuwachsen. Für die nötigen Kulturarbeiten fehlen Zeit und Personal. Mit ihrem starken Rückgang ist die Garnera-Alpe noch ein Einzelfall, denn übers Land gerechnet sind die Auftriebszahlen dank großzügiger Alpungsprämien in den letzten Jahren nur um sieben Prozent gesunken.

Aber die Anzeichen, dass die Alpwirtschaft mit den Ansprüchen moderner Viehzucht nicht mehr mithalten kann, mehren sich.

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