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KUB: Vier Werke österreichischer Künstler

Mit der Ausstellung "Tu Felix Austria... Wild at Heart" (17. September bis 6. November) startet das KUB am Samstag in die Herbstsaison. Dargeboten werden vier Werke von österreichischen Künstlern unter 40 Jahren.

Diese wurden auf Grund ihrer Grundposition ausgewählt, wie KUB-Direktor Eckhard Schneider am Donnerstag bei der Präsentation der Ausstellung erklärte. Die Künstler zeichnen sich vor allem durch ein spezifisches Raumverständnis aus.

„Tu Felix Austria… Wild at Heart“ führt vier Hauptwerke neuerer Produktion der in Wien lebenden Künstler Marko Lulic, Dorit Margreiter, Gregor Zivic sowie von Nicole Six und Paul Petritsch zusammen. Gemeinsam ist den Künstlern, dass sie ihre individuellen Erfahrungen als subjektive künstlerische Auseinandersetzung mit sich und den Konditionen des Raumes entwickeln. Das künstlerische Klima lässt sich als eine ästhetische Mischung aus konzeptioneller Coolness und unberechenbarer Wildheit beschreiben – ähnlich dem Klima der Arbeiten des Regisseurs David Lynch, dessen Filmtitel „Wild at Heart“ in den Namen der Ausstellung eingeflossen ist. Die auf die vier KUB-Stockwerke verteilten Arbeiten sind eigenständig, schlagen künstlerisch aber einen ähnlichen thematischen Grundton an.

Im Erdgeschoß zeigt Marko Lulic sein „Lulic’ House No. 1 (Weekend Utopia)“. Er stellt dabei ein echtes Haus aus, das benützt werden kann und nach der Ausstellung an der kroatischen Adriaküste aufgestellt wird. Im Haus selbst, das Lulic selbst als skulpturale Arbeit sieht, gibt es drei Video-Arbeiten zu sehen. Lulic’ House No. 1 baut auf seiner bisherigen Auseinandersetzung mit Form und Ideologie auf. Einen Stock höher reflektiert Dorit Margreiter in der für die Liverpool Biennale entstandenen Film- und Videoproduktion „Grandeur et Décadence d’un Petit Commerce de Cinéma“ die Rolle Liverpools als Standort der britischen Filmindustrie. Unter anderem zeigt sie, wie ein Straßenzug ins 19. Jahrhundert zurückversetzt wird.

Als „betretbare Malerei“ bezeichnete Kurator Rudolf Sagmeister die Arbeit von Gregor Zivic im zweiten Stock: „Bob’s Pistol Building, Come Out and Find In“. In einer aufwendigen Rauminstallation präsentiert Zivic „seine Welt, die fantastischer ist als jeder Science-Fiction-Film“ (Sagmeister). Zivic tritt in „seiner Welt“ selbst als Protagonist auf und hält seine Erkundungsreisen mittels Video und großformatiger Fotografie fest. Noch ein Stockwerk höher thematisieren die seit 1997 zusammenarbeitenden Nicole Six und Paul Petritsch die Ausgesetztheit des Menschen im Raum. Petritsch hat sich dafür sechs Tage lang allein in einem leeren Raum – ohne Bett, Kissen, Fernseher, Uhr, Licht – des KUB aufgehalten und wurde dabei gefilmt.

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