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KSV befürchtet mehr Insolvenzen

Der Kreditschutzverband (KSV) schlägt Alarm. Für dieses Jahr wird für Vorarlberg ein Rekord an Insolvenzen befürchtet. Besonders betroffen von den Pleiten ist die Baubranche.

Die Zahl der Unternehmenspleiten werde zwischen 130 und 140, jene der Privatkonkurse zwischen 440 und 450 liegen, prognostizierte der Leiter der Vorarlberger KSV-Niederlassung, Peter Mayer, im APA-Gespräch. Im Vorjahr lag Zahl der Insolvenzen bei 125 beziehungsweise 421.

Vor allem in der Baubranche sei ein Anstieg der Unternehmenskonkurse zu verzeichnen, so Mayer. „Die Vorarlberger Baubranche ist von der Marktbereinigung, die es in anderen Bundesländern schon lange gegeben hat, bisher verschont geblieben. Das wird jetzt nachgeholt“, analysiert der KSV-Leiter. Es gebe nach wie vor eindeutig Überkapazitäten. Probleme hätten dabei vor allem kleine und mittlere Unternehmen der Baubranche.

Beunruhigt zeigte sich Mayer vom weiteren Anstieg der Privatkonkurse: „Wir hatten schon von 2003 auf 2004 eine riesige Steigerung von an die 50 Prozent. Ich hätte gedacht, dass der Plafonds schon erreicht ist.“ Einer der Gründe für den Höchststand der Privatkonkurse sei die hohe Arbeitslosigkeit. Viele Betroffenen seien aber so verschuldet, dass nicht einmal der Verlust des Arbeitsplatzes notwendig sei. Es reiche oft schon, wenn Überstunden, Schicht-Zulagen oder sonstige Prämien wegfallen, die früher als fixer Gehaltsbestandteil einkalkuliert wurden.

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