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K’s Choice verzauberten das Publikum

©Beate Rhomberg
Die wundervolle Sarah Bettens gastierte am Dienstagabend mit ihrer Band im Conrad Sohm.
K's Choice im Conrad Sohm

Dornbirn. 25 Jahre ist es her, seit K’s Choice, ursprünglich bestehend aus Sarah Bettens und ihrem Bruder Gert, im College entdeckt wurden und ihr erstes Album produzierten. „Damals war ich fünf Jahre alt“, scherzt die unglaublich sympatische Belgierin mit dem Kurzhaarschnitt gleich zu Beginn des Konzertes, das ruhiger ist als man es von anderen Auftritten der Band kennt. Statt E-Gitarren stehen zwei Sessel, ein Keyboard und verschiedenste Akustikgitarren auf der Bühne. Schon vor Beginn kann man erahnen, dass es ein ganz spezieller Abend werden wird. Als Sarah Bettens mit ihrer klaren Stimme den ersten Song „Say a Prayer“ anstimmt, ist es muxmäuschenstill im Saal. In den vorderein Reihen fühlt es sich an, als würde man im Wohnzimmer stehen und ein Privatkonzert bekommen. „Favorite Adventure“ und „Believe“ folgen. Mit „Butterflies Instead“, das von ihrem 1998 erschienen Album Cocoon Crash stammt, wird der erste Hit angespielt. Um das Publikum zu verzaubern benötigen die Geschwister, die gemeinsam mit „RJ“ (Reinout Swinnen) auf der Bühne stehen, fast nichts. Eine Bühne, ein paar Instrumente, dezente Verstärkung und ein Publikum, das sich an diesem Abend von seiner besten Seite zeigt. Hin und wieder wechselt Sarah vom Bass zur akustischen Gitarre. Gert spielt zwischendurch auf seiner Mandoline oder nimmt die Mundharmonika dazu.

„Der Rest der Band konnte diesmal nicht dabei sein aber es ehrt uns unglaublich, dass nach so vielen Jahren Pause immer noch so viele Menschen auf unser Konzert kommen. Dieser Ort fühlt sich für uns sehr bekannt an“, spielt sie auf die früheren Konzerte in Dornbirn an. Viel verändert hat sich seit damals nicht. Sarahs Haare sind vielleicht noch um ein paar Zentimeter kürzer und die Arme definierter. Burschikos hat sie aber auch früher schon gewirkt. „Es passiert mir ständig, dass ich für einen Mann gehalten werde. Aber da bin ich wohl selbst Schuld wenn ich mich anziehe wie Justin Bieber“, lacht sie und erzählt auch schon die nächste Anekdote aus ihrem Leben bevor sie mit „Not an Addict“ den wohl größten Hit der Band anspielt. 1995 schafften sie damit den Durchbruch. Auf der 2017 erschienenen Platte „25“ findet man eine neu aufgenommene Version featuring Skin von Skunk Anansie. Aber auch ohne prominente Begleitung kommt der Song an diesem Abend gut an.

Mit „Everything for Free“ verabschieden sich die drei Musiker bei tosendem Applaus von der Bühne, nur um kurz darauf für drei Zugaben zurückzukommen. Nach „My Heart“ und „The Ballad of Lea & Paul“ gibt es noch ein ganz besonderes Highlight: Das völlig unbegleitet gesungene „Killing Dragons“ bei dem man noch einmal den drei wunderschönen Stimmen lauschen darf, bevor ein grandioser Konzertabend zu Ende geht.

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