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Kritik von Angehörigen im Pflegeheim Rankweil

Bregenz -   In einem Email von Angehörigen ist die Rede von vermehrten Stürzen, von unkoordiniertem Personaleinsatz, von unterlassener Unterstützung von Heimbewohnern und von Mängeln bei der Hygiene.
E-Mail von Angehörigen

„Das Pflegeheim Rankweil kommt nicht zur Ruhe! Das liegt aber nicht an einer wiederholten „ungerechtfertigten“ Kritik der Oppositionsparteien im Landtag, so wie es im Jahresbericht der Benevit vor wenigen Tag hieß, sondern daran, dass die Probleme im Pflegeheim nach wie vor bestehen!“ kommentiert die Grün-Abgeordnete Katharina Wiesflecker Aussagen des Geschäftsführers der Benevit, Manfred Zumtobel.

Am vergangenen Wochenende meldeten sich Angehörige bei den Grünen. (Das Email befindet sich im Anhang)

Sie berichten darüber, dass jeden Tag ca. fünf Angehörige die Heimbewohner beim Essen mitversorgen. Sie machten Tagesaufzeichnungen von Mitte April bis Mitte Mai 2010. Es ist die Rede von vermehrten Stürzen, von unkoordiniertem Personaleinsatz, von unterlassener Unterstützung von Heimbewohnern, von Mängeln bei der Hygiene. Es fehle an Organisation, Einteilung und Überwachung. . Zum Teil soll überhaupt übersehen werden, dass HeimbewohnerInnen nicht mehr essen.

Es soll vorkommen, dass HeimbewohnerInnen wenn sie läuten eine Stunde warten, bis jemand ins Zimmer kommt. Dann soll es Probleme mit der Wäsche geben und dem Wechsel von schmutziger Bettwäsche. Hygienematerial und Einlagen würden nicht aufgefüllt, Baden fällt aus, was zu offenen Stellen führt, etc.

Aus unserer Sicht der Grünen zeige sich beim Benevit-Heim in Rankweil sehr deutlich, dass die Übernahme der Pflegleitung durch Frau Schürer aus dem Leitungsteam der Benevit wohl eine Übergangslösung bei den Problemen zum Jahreswechsel darstellte, aber keine längerfristige Lösung für das Heim. So reklamierten Angehörige den schon erwähnten unkoordinierten Personaleinsatz am Nachmittag und am Abend und artikulieren den Vorwurf, dass neues Personal nicht eingeschult würde. Es fehle an Organisation, Einteilung und Überwachung. Diese Bereiche stellen klare Führungsaufgaben dar.

Zu all diesen Punkten haben Angehörige detaillierte Tagesaufzeichnungen gemacht über einen Zeitraum Mitte April bis Mitte Mai 2010.

„Weil die Probleme andauern, weil die Vorwürfe massiv sind, weil die Landesrätin eine Aufsichtspflicht hat und weil wir als Oppositionspartei einen politischen Auftrag zur Kontrolle haben, stellen wir erneut eine parlamentarische Anfrage“, so Wiesflecker.  Die Grünen wollen Aufklärung darüber, was im konkreten Fall  zur Verbesserung der Situation getan werde. Ein zentrales Problem stelle dar, dass die Pflegedienstleitung nach wie vor nicht vorort, sondern über Frau Schürer aus dem Leitungsteam der Benevit mitbetreut werde, so die Grünen.

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