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Kritik an Umwidmung der Landesgrünzonen in Vorarlberg

©Lebensraum Weiler, VOL.AT/Stiplovsek
Die Bürgerinitiative Lebensraum Weiler übt scharfe Kritik an den Aussagen von IV Präsident Martin Ohneberg bezüglich seiner Visionen für die Landesgrünzonen.
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Herausforderungen für 2019

Beim Neujahrsempfang der Industriellenvereinigung Vorarlberg am Montag sprach IV Präsident Martin Ohneberg von seinen Plänen für eine strategische Überarbeitung der Landesgrünzone. “Sie war nie als Naturschutzzone definiert, sondern als Entwicklungszone.” Diese Aussage kann die Bürgerinitiative Lebensraum Weiler nicht verstehen und übt scharfe Kritik.

Landesgrünzone am günstigsten

Die Landesgrünzone sei zwar keine reine Naturschutzzone, allerdings erfülle sie drei zentrale Funktionen: Erhaltung eines funktionsfähigen Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes, Erhaltung von Naherholungsgebieten und die Erhaltung der räumlichen Voraussetzungen für eine leistungsfähige Landwirtschaft. Von einer Entwicklungszone sei bei der Definition nie die Rede. Man habe in den vergangenen Jahren auch einige an oder in der Grünzone befindliche Unternehmen erweitert bzw. plane dies für 2019 und darüber hinaus, schreibt die Bürgerinitiative in einer Aussendung.

Der Entwurf zum Raumbild 2030 titele “die Landesgrünzone in ihrem Zusammenhang und ihrer Größe erhalten und ihre Qualität stärken”, es gebe auch klare Ziele. “Doch der Zusatz ‘Anpassungen für die Erweiterung bestehender Betriebe, die sich bereits in oder angrenzend an die Landesgrünzone befinden, sind von diesen Regeln nicht betroffen’ führt vielen ad absurdum”, sagt Kerstin Riedmann, Mitglied der Inititative Lebensraum Weiler. Sie unterstreicht auch, dass die Industrie die günstigste Baufläche sucht – der Quadratmeterpreis in der Landesgrünzone kostet derzeit unter 300 Euro. “Wenn wer zu jammern hätte, dann die kleinen Unternehmen, die in gewidmeten Betriebsgebieten den aktuell hohen Marktpreis für einen Grundstückserwerb zahlen müssen.”

“Sehen Widerstand als notwendig”

“Wir glauben nicht, dass sich die Menschen im Ländle im Rheintal und Walgau ‘Central Parks’ aufschwatzen lassen, denn soweit bekannt können dort keine Nahrungsmittel angebaut werden. Wenn wir also unsere Eigenversorgungsmöglichkeit mit Nahrungsmitteln nicht gänzlich aufgeben wollen, dann gilt es die Landesgrünzone zu erhalten, auch wenn sie der Urbanisierung im Wege steht. Eines ihrer Ziele ist gerade die Erhaltung der räumlichen Voraussetzungen für eine leistungsfähige Landwirtschaft”, erklärt Günter Bernhart, ebenfalls Mitglied der Initiative.„Wir haben uns intensiv mit der Landesgrünzone auseinandergesetzt und verstanden, welch ein unermesslicher Schatz diese für uns alle darstellt, den es zu hüten gilt, ja, der in Zukunft sogar lebenswichtig sein wird. Dafür sehen wir ein gesundes Maß an Protest und Widerstand als notwendig an, den wir auch 2019 weiterführen. Denn die Erhaltung
von Natur und Umwelt samt Focus auf die Sicherung der Lebensmittelversorgung gefährdet nicht den Wohlstand, im Gegenteil, dieser wird langfristig durch vernünftigen und nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen erst gesichert.“ (red)

 

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