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Kritik an Kulturhäuser-Konstrukt

Bregenz - Natter sparte bei einem Pressegespräch am Dienstag anlässlich des Endes seiner fünfjährigen Direktorenperiode in Bregenz nicht mit Kritik an der Institution.
Rudigier schlägt Nachfolger vor

Der Abgang von Tobias Natter, scheidender Direktor des Vorarlberger Landesmuseums (VLM), ist offenbar vor allem der Struktur der Kulturhäuserbetriebsgesellschaft (KuGes) geschuldet, die für die betriebswirtschaftlichen Belange des VLM, des Kunsthauses Bregenz und des Landestheaters verantwortlich ist. Hinsichtlich einer möglichen Bewerbung für den museologischen Leiter des Leopold-Museums ließ sich Natter vorerst nicht in die Karten schauen.

Übergabe an Rudigier

Derzeit stehe die Übergabe an seinen designierten Nachfolger Andreas Rudigier an erster Stelle seiner Arbeit, so Natter. Auf die bis 15. März laufende Ausschreibung der Stelle, für die Natter als Favorit gilt, angesprochen, meinte er lächelnd: “Ich hatte noch nicht einmal Zeit, sie ernsthaft zu studieren.” Darüber hinaus wolle er dazu nichts sagen.

Dass Natter seinen Fünf-Jahres-Vertrag in Vorarlberg nicht verlängern wird, wurde im Herbst 2010 publik. Er werde sich selbstständig machen und private Kunstsammler im In- und Ausland beraten, so die Begründung. Er habe ursprünglich vorgehabt, das derzeit im Umbau begriffene VLM 2013 zu eröffnen, erklärte er am Dienstag dazu. Dass es nun anders komme, habe vor allem mit der Struktur der KuGes zu tun. “Ich würde mir ein duales Führungskonzept wünschen, aber eben auf Augenhöhe”, so Natter, der etwa direktorliche Entscheidungshoheit bei Budgeteinsatz und Personal vermisste. Das habe viel Energie gekostet und unnötigen Aufwand verursacht. Dass es auch wegen der handelnden Personen nicht gut lief, “streite ich nicht ab”.

In der KuGes sind seit 1997 die betriebswirtschaftlichen Belange des Kunsthauses Bregenz (KUB), des VLM und des Landestheaters Vorarlberg zusammengefasst. Kurz nach dem Abgang Natters wurde bekannt, dass der Vertrag des KuGes-Geschäftsführers Artur Vonblon nicht über April 2011 verlängert wird. Im Juli 2010 hatten die Direktoren im Zuge einer Reform nach Kritik mehr Kompetenzen zugewiesen bekommen. Die dabei umgesetzten Positionen halte er jedoch für “höchst selbstverständlich”, so Natter dazu.

Neue Fundamente

Seine Arbeit in Bregenz habe stets das Ziel im Auge gehabt, ein Fundament für das neue Landesmuseum zu legen. Natter stellte erneut das Konzept mit den drei Ebenen Sammlung, Rundgang und Sonderausstellung vor. Im Schaudepot werde man sich Fragen von Sammeln und Ordnen stellen. Der Rundgang biete neben einer Zeitleiste auch neun Themeninseln. “Über die Akzentuierung beweisen wir Mut zur Lücke”, betonte Natter. Alle Räume seien baulich sehr offen gestaltet, um möglichst große Flexibilität zu ermöglichen.

“Kein bruchstückhaftes Irgendwas”

Sein Nachfolger finde ein tragfähiges, durchgearbeitetes Konzept auf Höhe des museologischen Diskurses vor, “kein bruchstückhaftes Irgendwas”. Trotzdem werde diesem noch viel zu tun bleiben, angefangen von der Umsetzung des Baus bis hin zur Entscheidung über das Thema der Eröffnungsausstellung. Zwar gebe es von seiner Seite her viele Vorschläge für Schauen im neuen VLM, was Rudigier dann daraus mache, sei offen. Natter würde übrigens mit einer Ausstellung zur Vorarlberger Baukultur nach 1960 und zur Mentalität “Schaffa, schaffa, Hüsle baua” eröffnen, “mit dem Museumsbau als erstem Exponat”.

Einer der letzten Termine, die Natter als VLM-Direktor wahrnehmen wird, ist die Präsentation des neuen museologischen Konzepts am 10. März 2011. Dabei wird auch das künftige Design für das Museum vorgestellt, das vom renommierten Vorarlberger Grafiker Stefan Sagmeister stammt. Offiziell als Direktor verabschiedet wird Natter am 16. März.

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