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Kritik an 150-Euro-Sager: Mindestsicherungsbezieher leben bereits am Limit

Wie viel Gelt braucht man, um zu überleben? Laut Sozialministerin 150 Euro plus Wohnkosten.
Wie viel Gelt braucht man, um zu überleben? Laut Sozialministerin 150 Euro plus Wohnkosten. ©APA/HARALD SCHNEIDER
Die Kritik am 150-Euro-Sager von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein reißt nicht ab. Nun beanstandet die Armutskonferenz, dass Bezieher der Mindestsicherung bereits jetzt deutlich öfter krank sind und oft unter prekären Umständen wohnen würden.
Hartinger-Klein zu 150-Euro-Challange aufgefordert
150 Euro reichen zum Leben

Die aktuellen Daten der Mindestsicherung würden sehr hohe Raten bei gesundheitlichen Einschränkungen, chronischer Krankheit und Behinderung zeigen. Doppelt so viele in Mindestsicherung seien chronisch krank, viermal so hoch die Zahl der Behinderten, dreimal so hoch Menschen mit Pflegegeldbezu, kritisiert die Armutskonferenz.

 

Kalte Wohnungen, wenig Geld

Auch bei der Heizung werde oft eingespart – mit schlimmen Folgen. Mindestsicherungsbezieher seien doppelt so oft von feuchten Wohnungen betroffen, fünfmal öfter leben zu viele Menschen auf zu engem Raum.

Massiv seien die Auswirkungen auf Gesundheit, Chancen und Teilhabe bei Kindern.Die Gefahr des sozialen Ausschlusses bei Kinder zeigt sich in den geringeren Möglichkeiten Freunde einzuladen (10mal weniger als andere Kinder) und an kostenpflichtigen Schulaktivitäten teilzunehmen (20mal weniger).

80.000 Kinder in der Mindestsicherung

“Über zwei Drittel der Menschen in der Mindestsicherung sind Pensionisten, Kranke, Menschen mit Behinderung, Kinder und Erwerbstätige: 25% Pensionisten, 21% erwerbstätig, 21% im Haushalt oftmals krank oder behindert, 6% in Ausbildung, 28% arbeitslos”, zitiert die Armutskonferenz die Statistik Austria.

In Österreich seien zudem 80.00. Kinder auf Mindestsicherung angewiesen. Die anvisierten Kürzungen treffe alle Paare mit Kindern und mehr als die Hälfte der Kinder von Alleinerzieherinnen. Die Regierung würde zwar auf “die Flüchtlinge zeigen”, die Bedingungen werden jedoch für alle verschärft, kritisiert die NGO.

Mindestsicherung: Liste Pilz stellt Anfrage

Kritik an den Aussagen von Sozialministerin Beamte Hartinger-Klein (FPÖ) gab es am Montag auch von der Liste Pilz. Die Partei will nun in einer parlamentarischen Anfrage Auskunft, “ob es konkrete Berechnungen im Ministerium gibt, aus denen sich die Zahl von 150 Euro als ausreichendes Lebensminimum ergeben”, wie Abgeordnete Daniela Holzinger in einer Aussendung erklärte.Sie verwies auch auf Daten der Schuldnerberatung: Die würden aufzeigen, dass rund 1.416 Euro inklusive Mietkosten für eine “bescheidene gesellschaftliche Teilhabe” notwendig sind.

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