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Krippenausstellung mit feierlicher Weihe

Pater Wenzeslaus segnete die Krippen
Pater Wenzeslaus segnete die Krippen ©Pezold
Insgesamt 62 Teilnehmer fertigten in drei Kursen ihre Weihnachtskrippen, Kunstwerke für den Heiligen Abend.
Krippenausstellung mit feierlicher Weihe

Dornbirn. Vergangenes Wochenende pilgerten zahlreiche Besucher ins Kulturhaus, wo der Krippenverein die traditionelle Ausstellung organisiert hatte. Stolz präsentierten die Künstler ihre von Hand gefertigten Bauwerke, alles Unikate, die den Weihnachtsstuben ihren ganz besonderen Charme verleihen werden. Alfred Brunold begrüßte die Gäste am Samstagvormittag zur Krippenweihe, auch Andrea Kaufmann zeigte sich begeistert von der Fantasie und dem Geschick der fleißigen „Bauherren“. Besonders ein Projekt, initiiert von Susanne Reiter, begeisterte alle Anwesenden: Unter dem Decknamen „Männersache“ hatte eine Gruppe Senecura-Herren eine alpenländische Krippe gebaut, tatkräftig unterstützt von den Helfern des Krippenvereins. Mit Feuereifer ging es an den Werkabenden zur Sache, aber auch der Spaß an der Freud kam nicht zu kurz, in jedem Kurs wurde ordnungsgemäß eine Firstfeier abgehalten. Feierlich wurden die Krippen am Samstag von Pater Wenzeslaus gesegnet.

Es darf auch orientalisch sein

Stolz präsentierte Christel Kovacec ihren Prachtbau bei der Ausstellung, sie hatte sich für die orientalische Variante entschieden: „Ich hatte Figuren gesehen, die in eine orientalische Krippe gehören und die haben mir sehr gut gefallen!“ Die Entscheidung war gefallen und die Fantasie tat ihr Übriges: wie sah es wohl aus zu Jesu Geburt in Bethlehem? Baumeisterin Kovacec machte sich ans Werk und schuf einen Ort, der ihr geeignet schien, das Jesuskind unterzubringen. Die Gebäude wurden fachmännisch auf „alt“ getrimmt, zuerst mit Dispersionsfarbe überzogen und dann angemalt und dementsprechend präpariert. „Meine Familie ist begeistert von der Krippe und sie wird einen Ehrenplatz erhalten in unserem Haus.“

Tiefe Bindung zu den Franziskanern

Seit Jahrzehnten unterstützen die Franziskaner von Dornbirn den Krippenverein und halten auch die Tradition der Krippenweihe aufrecht. Am Samstag hatte sich Pater Wenzeslaus im Kulturhaus eingefunden um die Segnung der kunstvollen Werke vorzunehmen. Vor rund zehn Jahren wurde das Franziskanerkloster an polnische Franziskaner aus der Provinz Posen übergeben werden, die seitdem ihrem Ruf gerecht werden und sich in der Alten- und Armenpflege genauso betätigen, wie als kirchliche Helfer im Spital und in der Kirche selbst im Abhalten von Gottesdiensten. „Franz von Assisi, der Gründer des Bettelordens, hat das erste Mal überhaupt das Weihnachtsevangelium in Form einer lebenden Krippe darstellen lassen“, erzählte Pater Wenzeslaus nicht ohne Stolz. Dies geschah nach Überlieferung im Jahre 1223 und seitdem ist es Tradition, Krippen zu bauen.

Vorweihnachtliche Besinnlichkeit im Kulturhaus

Viele der Krippen wurden dem Heimatland der Erbauer gemäß auf alpenländische Art gebaut, jedoch gab es auch orientalische Exemplare und viele unterschiedliche Varianten, wie z.B. eine Krippe im Glashaus. Auch in Größe und Art der Figuren gab es Unterschiede, jeder Bauherr kreierte ganz nach eigenem Geschmack und nach seinen persönlichen Vorlieben. Als Vertreterin des städtischen Krippenmuseums war Karin Gabrielli an Ort und Stelle, um auch auf die Figurenbaukurse aufmerksam zu machen. Die Besucher hatten allerhand zu besichtigen, konnten sich nicht satt sehen an den liebevoll gewerkten Einzelstücken. Lichter im Stall, entzückend eingerichtete Kellerräume, Feuerstellen, die auf Kommando begannen zu Rauchen und qualmende Kamine, der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Zahlreiche Krippenfans schrieben sich noch am Wochenende für die Kurse im nächsten Jahr ein. Beim gemütlichen Hock wurden die Gäste nach dem Besichtigungsrundgang mit selbst gebackenen Kuchen der Vereinsfrauen verwöhnt.

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