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Kripo gelang Schlag gegen litauische Einbrecher-Banden

Wien - Nach einer internationalen Polizeiaktion gegen litauische Einbrecher-Banden sind 22 Personen festgenommen und verurteilt worden. Auch in Vorarlberg schlugen die Banden zu.

Eine von der österreichischen Polizei initiierte, international koordinierte Aktion gegen litauische Einbrecherbanden hat sowohl hierzulande als auch in Finnland zur Aufklärung zahlreicher Einbruchsdiebstähle sowie zur Festnahme Dutzender litauischer Staatsbürger geführt. Der Koordinator der dafür eingesetzten Sonderkommission, der Vorarlberger German Meusburger, sagte der APA am Montag, insgesamt seien dadurch allein in Österreich innerhalb von eineinhalb Jahren 48 Straftaten aufgeklärt worden.

Auch im Ländle waren die Banden aktiv. Wie die “VN” berichten, ging die Einbruchsserie im Jahr 2005 los. Insgesamt schlugen die Täter mehr als 30 mal in Vorarlberg zu. Blitzartig und unberechenbar gingen sie vor, stahlen vor den Taten Autos, die sie dann zum Abtransport der „heißen Ware“ benutzten. „Wir stellten fest, dass die Bande durch Österreich reiste und dabei ihre Spuren hinterlieߓ, so Meusburger. Außer in Wäschegeschäfte stiegen die Litauer auch in Pelz- und Elektroläden ein.

Die Aktion habe zur Festnahme und Verurteilung von 22 Personen geführt, die eindeutig litauischen Einbrechergruppen zuzuordnen seien. Insgesamt hätten in Österreich Delikte mit einem Gesamtschadenswert von 1,3 Mio. Euro aufgeklärt werden können. Davon seien Waren im Wert von ungefähr 350.000 Euro wieder aufgetaucht. Bei den Straftaten handelte es sich laut Meusburger um Einbruchsdiebstähle in sowohl Juwelen-, Pelz-, Elektro- als auch Bekleidungsgeschäften im Zeitraum Mitte 2005 bis Frühjahr 2007. Betroffen waren alle Bundesländer.

Am vergangenen Freitag hatte die finnische Kriminalpolizei über ihre Fahndungsergebnisse gegen die litauischen Einbrecher berichtet. Dort wurden rund Personen festgenommen und 14 bereits zu Gefängnisstrafen verurteilt. Bei Einbruchsserien in Süd- und Mittelfinnland hatten die Diebe Juwelen und Pelze in der Höhe von rund 1,5 Mio. Euro erbeutet. Der finnische Koordinator der Aktion, Jouko Tainio, sagte, es sei bisher unklar, wo die vermutlich rasch außer Landes gebrachte Beute gelandet ist. Der Zusammenhang zwischen ähnlichen Straftaten in Finnland, Österreich, der Schweiz und Deutschland sei während der Ermittlungen deutlich zu Tage getreten, so Tainio.

Meusburger sagte, in Finnland sei vermutlich nur eine Bande tätig gewesen, während es sich in Österreich um drei bis vier derartige Gruppierungen gehandelt habe. Die Zentralen seien in den litauischen Städten Kaunas und Panevezys gewesen. Die internationale Ermittler-Zusammenarbeit habe „sehr gut funktioniert“, so der Kriminalbeamte. Viele Delikte hätten ohne die Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Litauen, Deutschland und der Schweiz wohl nicht geklärt werden können. Die Häufigkeit derartiger Einbrüche ging nach Angaben der Ermittler sowohl in Finnland als auch in Österreich in den vergangenen Monaten merkbar zurück.

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