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Kriminelle Banden überziehen Norden Brasiliens mit Gewalt

Der Machtkampf zwischen kriminellen Banden und den Sicherheitskräften im Norden von Brasilien eskaliert immer weiter. In der Nacht auf Samstag sprengten mutmaßliche Bandenmitglieder nahe Fortaleza einen Hochspannungsmast, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. In der Großstadt an der Atlantikküste wurde zudem ein Anschlag auf ein Autohaus verübt.

Seit Anfang des Jahres registrierten die Behörden im Bundesstaat Ceará 194 Anschläge auf Banken, Geschäfte, öffentliche Einrichtungen und Fahrzeuge. 319 Verdächtige wurden bisher festgenommen. Offenbar richten sich die Angriffe der Gangs gegen die harte Linie des neuen Präsidenten Jair Bolsonaro bei der Verbrechensbekämpfung.

Der Ex-Militär hat versprochen, entschlossen gegen Kriminelle vorzugehen und die Sicherheitslage in Brasilien zu verbessern. Hinter den Attacken mit Brandsätzen, Bomben und Schusswaffen sollen mächtige Verbrechersyndikate stecken, die aus den Gefängnissen des südamerikanischen Landes heraus kontrolliert werden.

Künftig sollen die inhaftierten Bosse strenger kontrolliert werden. 35 Bandenmitglieder wurden bereits in Bundesgefängnisse verlegt, um die Kommunikation mit ihren Komplizen in Freiheit zu unterbinden. Zudem beschlagnahmten die Sicherheitskräfte in den Haftanstalten zahlreiche Handys, Waffen und Drogen.

(APA/dpa)

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