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Kriminalität im "Netz" steigt immer weiter an

Fast jeder zweite Österreicher hat in den vergangenen zwölf Monaten etwas im Internet bestellt.
Fast jeder zweite Österreicher hat in den vergangenen zwölf Monaten etwas im Internet bestellt. ©DAPD
Bregenz - Es gibt immer mehr Anzeigen im Bereich „Cybercrime“. Die Dunkelziffer ist aber nach wie vor hoch. 3433 Delikte wurden in den ersten drei Quartalen dieses Jahres zur Anzeige gebracht.

Die Bedeutung des Internets ist in den vergangenen Jahren exorbitant angestiegen. Immer mehr User tummeln sich im World Wide Web. „Fast jeder zweite Österreicher hat in den vergangenen zwölf Monaten etwas im Internet bestellt“, verdeutlicht Silvia Strasser vom Bundeskriminalamt eindrucksvoll die Nutzungsdimensionen im Land. Die negative Folge: Die Kriminalität im WWW steigt ebenfalls immer weiter an.

Hohe Hemmschwelle

In den ersten drei Quartalen dieses Jahres wurden österreichweit im Bereich der IT-Kriminalität 3433 Delikte zur Anzeige gebracht. Im Vergleichszeitraum 2010 waren es noch 3081 angezeigte Vergehen. „Dabei gehen wir von einer hohen Dunkelziffer aus. Denn die Hemmschwelle, einen klassischen Internetbetrug zur Anzeige zu bringen, ist definitiv gegeben“, meint Strasser. Diese Hemmschwelle scheint speziell in Vorarlberg noch sehr hoch zu sein. „In diesem Jahr kam es nur zu rund 100 Anzeigen, die in Zusammenhang mit dem Internet standen“, summiert Mario Breuss, Leiter der kriminalpolizeilichen Abteilung der Sicherheitsdirektion die einzelnen Vergehen. Ganz anders stellt sich die Situation allerdings bei der Arbeiterkammer Vorarlberg dar. Jährlich gehen dort 3500 bis 5000 Beschwerden ein.

Ausbildung der Beamten

Um dem Thema „Cybercrime“ entgegensteuern zu können, werden im Landespolizeikommando Salzburg derzeit Präventionsbeamte ausgebildet. Am Kooperationsprojekt des Innenministeriums mit der Wirtschaftskammer Österreich nehmen auch 16 Beamte aus Vorarlberg teil. „Wir begrüßen diese Initiative. Auf diese Weise werden unsere Polizisten im Bereich IT-Sicherheit zu kompetenten Ansprechpartnern ausgebildet“, befürwortet Rainer Fitz, Leiter der Stabsabteilung des Landespolizeikommandos, die Aktion.

Präventionsarbeit

Während des zweitägigen Kurses erhalten die Teilnehmer eine Grundschulung im Bereich der Informations­technologie. Gesetzliche Rahmenbedingungen sowie Sicherheitsprobleme werden aufgezeigt. „Außerdem stellt die Präventionsarbeit einen großen Aspekt dar. Es ist sehr wichtig, sich vor den Gefahren im Internet auch schützen zu können“, gibt Silvia Strasser zu verstehen.

Unternehmen beraten

Die Beamten erlangen folglich ein profundes Basiswissen und können Geschädigte beraten beziehungsweise entsprechend weitervermitteln. „Sie können aber auch kleine und mittelständische Unternehmen auf die Gefahrenpotenziale des Internets hinweisen“, zeigt Fitz einen weiteren Vorteil auf.
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