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Kreide als künstlerisches Werkzeug

Großflächige Kreide-Kunstwerke bieten sich als perfekte Fotokulissen an.
Großflächige Kreide-Kunstwerke bieten sich als perfekte Fotokulissen an. ©Emir T. Uysal
Feldkirch. (etu) Von der faden Tafelkreide zum Pinsel der Straßenmalerei. Es sind die Graffitis der Volksschul-Szene: Kreidemalereien. Jeder hatte Kreiden schon in Verwendung – selbst wenn es sich nur um das Schreiben der Mathe-Aufgabe auf der Tafel handelte.
Kreide selbst herstellen

Dabei unterscheidet sich die traditionelle Schulkreide von der Straßenkreide kaum, nur dass sie weniger Staub entwickelt und härter ist. Wichtig für Straßenkreiden sind aber die rauen Untergründe.

Beide Kreidearten hinterlassen kleine Partikel, die locker an der Tafel haften bleiben und natürlich auch leicht wieder abgewischt werden können. Die Erfindung der farbigen Tafelkreide wird dem Schotten James Pillans (1778–1864) zugeschrieben, der in seinem Buch detailliert den Herstellungsprozess beschreibt. Die traditionelle weiße Kreide findet jedoch schon seit Jahrhunderten zum Beschriften von Tafeln Verwendung. Als Beispiel gilt die Abbildung einer mit Kreide beschrifteten Tafel von Johann Amos Comenius, Bischof und Philosoph aus Amsterdam, aus dem Jahr  1653.
Tafelkreide bestand ursprünglich ausschließlich aus natürlichem Calcium-Carbonat, einer besonders feinkörnigen, reinen und weichen Form des Kalksteins. Da echte Kreide relativ teuer ist, wird Tafelkreide heute meistens aus Gips hergestellt, auch Mischformen kommen vor.

Vergängliche Kunstwerke

Es gibt weltweit berühmte Kreidekünstler – die vor allem mit dreidimensionalen Bildern Aufsehen erregen. Dort spielt der Betrachtungswinkel eine wichtige Rolle.

Anlässlich des Welt-spieltags vergangene Woche hat sich Jason Durell mit der Herstellung eigener Kreide beschäftigt. Er selbst liebt es, auf Wiesen herumzurennen, Ball zu spielen, Spielplätze unsicher zu machen oder eben Straßenbilder mit Kreide zu malen.  Gerade im Sommer sind diese auch für Erwachsene ein Blickfang. Aber egal, ob die Motive verrückt, lustig, ästhetisch oder symmetrisch sind – sie haben eines gemeinsam: sie sind vergänglich.

Und so geht’s:

  • Miss mithilfe eines Messbechers 80 Milliliter Wasser ab und gib es in einen Plastikbecher.
  • Füge einen großzügigen Spritzer Lebensmittelfarbe hinzu. Für diesen Basteltipp haben wir Rot, Grün und Blau gewählt.
  • Jetzt bekommt die Masse Dichte: Gib vier Esslöffel Gips dazu und rühre alles mit dem Plastiklöffel gut um.
  • Gieße nun die farbige Gipsmasse in die bereitgestellten Silikon-Backformen. Dabei spielt Größe und Form keine Rolle. Das Silikon ist jedoch ausschlaggebend, da sich die Masse dann einfach lösen lässt.
  • Zum Schluss lässt du die fertiggegossene Kreide in der Form über Nacht trocken. Beim Trocknen wird die Farbe der Kreide heller.

Tipp:

Für richtig coole Fotomotive eignen sich extrem große Kreidemalereien gut. Du kannst mit deinen Kunstwerken interagieren oder selbst ein Teil davon werden.  Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Sei ein Superheld, der zwischen Wolkenkratzern fliegt, ein Muskelprotz, der mehrere Tonnen auf dem Rücken trägt, oder die Zwischenmahlzeit eines großen Wals, der dich aus seinem Blasloch katapultiert.

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