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Kreative Schneekugeln basteln

Jason Durell lässt es in Einmachgläsern schneien.
Jason Durell lässt es in Einmachgläsern schneien. ©Emir T. Uysal
Feldkirch. (etu) Die gläsernen Kugeln sind nicht nur, aber besonders zur Weihnachtszeit beliebt.
"Schnee" in Einmachgläsern

Das dritte Türchen vom Adventkalender wird heute geöffnet. Und selbst, wenn heute keine Flocken vom Himmel fallen, schafft ein Deko-Artikel immer vorweihnachtliche Stimmung: die Schneekugel. Sie ist eine mit Wasser gefüllte Kugel aus Glas oder Kunststoff. Darin befinden sich kleine Partikel, die beim Schütteln aufwirbeln und sich dann – ähnlich wie Schnee – langsam wieder absetzen. Die meisten Kugeln enthalten kleine Figuren oder Landschaften, die beim Schütteln „eingeschneit“ werden.

Die Anfänge der Kugel
Es ist nicht bekannt, wann die allererste Schneekugel angefertigt wurde. Doch es ist dokumentiert, dass ein Vorläufer im Jahr 1572 vom Alchimist Leonhard Thurneysser hergestellt wurde. Er fertigte eine mit Wasser gefüllte Glaskugel an, in der Vögel schwammen. Einer der ersten herkömmlichen Schneekugeln war 1878 auf der Pariser Weltausstellung zu sehen. Das Motiv war ein Mann mit aufgespanntem Regenschirm. Erwin Perzy entwickelte die Schneekugel neu und fügte den heute beliebten Schnee-Effekt ein.
Die ersten Schneeflocken wurden aus Spänen und Grieß erzeugt. 1900 eröffnete Perzy mit seinem Bruder Ludwig die erste Glaskugel-Produktion. Dieser Betrieb besteht heute noch und wird von Erwin Perzys Enkel geführt. Durch moderne Fertigungsmethoden wurde die Schneekugel zu einem Massenprodukt. Bei neueren Modellen lässt sich verdunstetes Wasser mit einer Spritze nachfüllen.
Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Schneekugel selbst zu basteln. Die erste und leichtere Variante erfordert lediglich künstlichen Schnee. Jason Durell hat sich für die aufwendigere Variante mit Wasser entschieden.

Das brauchst du:
3 Einmachgläser
Glyzerin
Glitzer
Superkleber (wasserfest)
Figuren (Schneemann, Rentier, Tannenbäume, Christkind oder Weihnachtsmann)

Und so geht’s:
Zunächst bereitest du die Einmachgläser vor. Reinige sie und trockne sie gut ab. Auf dem Deckel reihst du deine Plastik- und/oder Holzfiguren so an, dass sich das Glas trotzdem noch leicht aufsetzen lässt.
Nun nimmst du den wasserfesten Kleber (im Idealfall Superkleber), klebst die weihnachtliche Dekoration fest und lässt sie gut trocknen.
Währenddessen kümmerst du dich um das Wasser im Glas: Fülle als erstes das Glas mit Wasser voll – lasse dabei ein wenig Platz frei, den brauchst du für das Volumen, welches die Figuren später verdrängen.
Jetzt kannst du etwas Glitzer hinzufügen. Achte darauf, dass du nicht zu viel verwendest. Ein Esslöffel reicht meistens aus – je nachdem, wie fein das Material ist.
Schütte nun etwas Glyzerin in das Wasser. Weil es sich mit dem Wasser vermischt, hat Glyzerin den Effekt, dass es das Wasser gut dickflüssiger macht. Dies hat zur Folge, dass die Glitzerflocken beim Kippen und Drehen langsamer nach unten schweben.
Wenn deine Figuren trocken sind, kannst du den Deckel vorsichtig wieder aufschrauben – falls du siehst, dass sich zu viel Wasser im Behälter befindet, schütte es vorsichtig aus.
Besonders schön wird die Schneekugel, wenn du eine Schleife rundum bindest. Wer nun auf die Schneekugel gekommen ist, kann in Wien im Schneekugelmuseum unterschiedlichste Werke bestaunen.

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