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Kraftwerksbau sorgt weiter für Diskussion

Bauten können für monatelange Debatten sorgen. Vor allem dann, wenn es zu Kostenüberschreitungen gekommen ist. Feldkirchs Wuhrkraftwerk zählt dazu. Am Dienstag wurde im Rathaus ein Prüfbericht des Rechnungshofs debattiert.

Für das Kraftwerk waren Baukosten von 13,5 Millionen Euro vorgesehen. Schlussendlich mussten aber 22,2 Millionen dafür berappt werden. Aufgrund der enormen Überschreitungen und Nachforderungen der Baufirmen, riefen die Stadtoberen mit VP-Bürgermeister Wilfried Berchtold an der Spitze von sich aus den Bundesrechnungshof an. Darin sehen sich sowohl die Stadtwerke als auch die Stadt bestätigt. Sie werden zwar für einige Formalfehler gerügt, sehen sich aber in ihrer Ansicht bestärkt, dass Mehrkosten zum Teil unberechtigt erfolgten. Der Bau als solches habe sich aber als richtige Entscheidung für die Stadt herausgestellt.

Forderung der Opposition

„Wir wollen geklärt wissen, wer an den Überschreitungen die Schuld trägt, erst dann kann weiterverhandelt werden“, sagte dazu Baustadtrat Manfred Rädler (FP). Stadtrat Karl Heinz Albrecht (SP), der ebenso wie Rädler den Grundsatzbeschluss für das Bauwerk mitgetragen hat, sah dies ähnlich: „An der Sache sind noch Fragen offen. Warum haben die Stadtwerke nicht die Illwerke, die die Ill bestens kennen, nicht mit einer Planung beauftragt?“ Die Grünen wollen ebenso nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Stadtrat Wolfgang Schwarz: „Die Stadtwerke haben einerseits den Aufsichtsrat zu spät von den Überschreitungen informiert und außerdem eigenmächtig eine Nachplanung getätigt.“

„Aufgrund der erheblichen Überschreitungen möchte ich die Schuldfrage geklärt wissen.“ Manfred Rädler, FP-Stadtrat

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