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Kraftwerk Illspitz: alle Bewilligungen rechtskräftig

Feldkirch - Die Planungen zum neuen Kraftwerk am Illspitz haben mit Hochdruck begonnen.
Grafiken: Planung Kraftwerk Illspitz
Endgültig grünes Licht für Ill-Kraftwerk

Nach der forst- und naturschutzrechtlichen Bewilligung wurde vor kurzem auch der Wasserrechtsbescheid rechtskräftig. Die Generalplanung für das neue Kraftwerk ist bereits vergeben.

Die Stadtwerke Feldkirch haben für den Bau ihres dritten Kraftwerkes in einem umfangreichen Vergabeverfahren jene Unternehmen ermittelt, welche die Generalplanung des Kraftwerks durchführen werden: es sind dies BHM Ingenieure, Feldkirch und Dr. Hutarew & Partner, Pforzheim, die sich zu einer Planergemeinschaft zusammengeschlossen haben.

Beide Ingenieurbüros sind den Stadtwerken Feldkirch gut bekannt. Das Büro Dr. Hutarew & Partner hat für das Projekt am Illspitz die Potenzialstudie und danach die Einreichplanung gemacht. BHM hat im Zuge der Einreichplanung mehrere Kraftwerksvarianten ausgearbeitet und Kostenschätzungen erstellt. Die Zusammenarbeit der beiden Ingenieurbüros lässt erwarten, dass das Projekt am Illspitz nicht nur rasch, sondern auch innovativ realisiert wird.

Am 17. August unterzeichneten der Verwaltungsratsvorsitzender der Stadtwerke Feldkirch, Stadtrat Rainer Keckeis und Stadtwerke-Geschäftsleiter Manfred Trefalt, die entsprechende Vereinbarung mit den Geschäftsführern der Planungsgemeinschaft, Alfred Haßler (BHM Ingenieure) und Andreas Hutarew (Hutarew & Partner).

Wie schon beim Bau des Kraftwerkes Hochwuhr zeichnet seitens der Stadtwerke Feldkirch Bereichsleiter Hans-Jörg Mathis für das Bauprojekt verantwortlich. Unterstützung erhält er dabei von Norbert Schatzmann, der bei den Stadtwerken für den Betrieb der beiden bestehenden Kraftwerke zuständig ist. Er wird auch das neue Kraftwerk Illspitz nach Fertigstellung betreiben.

Nächste Planungsschritte

Ein Grobterminplan für die Projektabwicklung steht. Derzeit werden die Plan- und Ausschreibungsunterlagen zu den gesamten elektrotechnischen und maschinellen Einrichtungen wie Turbinen, Generatoren, Schleusen etc. erarbeitet. Die Ergebnisse der Ausschreibung sollen bis Ende des Jahres vorliegen. Erst wenn diese Bauteile dann feststehen, kann mit der Detailplanung zum Krafthaus und zur Wehranlage begonnen werden.

Weiters wird derzeit näher detailliert, wie der Bau des Kraftwerks ablaufen soll. Neben technischen und logistischen Fragen, die es zu klären gilt, müssen zahlreichen Auflagen berücksichtigt werden. So soll z.B. der Rad- und Freizeitverkehr im Bereich des Illspitz so gering wie möglich behindert werden. Die überregionalen Radwege müssen durchgängig bleiben. Lärmende Arbeiten im Wald sind auf Herbst und Winter beschränkt.

Die Stadtwerke Feldkirch streben August 2012 als Baubeginn für das Krafthaus und die Wehranlage an. Bereits im kommenden Winter müssen daher Vorarbeiten zur Baustellenerschließung erfolgen, wie beispielsweise die Verlegung des Erdkabels vom Unterwerk Gisingen bis an den Illspitz oder die abschnittsweise Herstellung der Dotationsleitung zum Matschelser Gießen.

„Wir haben bereits im Zuge des Einreichverfahrens viele Detailfragen wie Geschiebetrieb und Hochwasserschutz sehr detailliert bearbeiten müssen. Diese Unterlagen helfen uns nun bei der weiteren Planung“, meint Rainer Keckeis zu den Planungsvorbereitungen.

Stimmen zum Kraftwerk Illspitz:

Dr. Rainer Keckeis, für die Stadtwerke zuständiger Stadtrat: „Die zügige und positive Verfahrensabwicklung ist das Ergebnis der vorausschauenden und gründlichen Planung, welche von den Mitarbeitern der Stadtwerke und den beteiligten externen Experten hervorragend gemeistert wurde:“

Bürgermeister Wilfried Berchtold, der das Projekt politisch maßgeblich vorangetrieben hat: „Das Kraftwerk Illspitz wird die Eigenerzeugung an umweltfreundlichem Strom für die Stadt Feldkirch gegenüber dem Ist-Stand verdoppeln. Von dieser umweltfreundlichen Energiequelle werden noch Generationen von Feldkircherinnen und Feldkirchern profitieren – finanziell und im Interesse des Umwelt- und Klimaschutzes“.

Dr. Manfred Trefalt, Direktor der Stadtwerke Feldkirch: „Wir haben mit diesem Projekt bewiesen, dass umweltfreundlicher Kraftwerksbau möglich ist.“

(VOL.at)

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