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Kraftfahrtbundesamt ermittelt auch gegen Opel

Weltweit sollen 60.000 Opel-Dieselfahrzeuge betroffen sein
Weltweit sollen 60.000 Opel-Dieselfahrzeuge betroffen sein ©APA (dpa/Archiv)
Das deutsche Kraftfahrtbundesamt hat laut Medieninformationen Hinweise darauf gefunden, dass Opel bei Dieselfahrzeugen die Abgaswerte manipuliert hat. Der Autohersteller habe bei bestimmten Fahrzeugen die Abgasnachbehandlung aus technisch nicht erklärbaren Gründen während der Fahrt komplett abgeschaltet, berichtete die "Bild am Sonntag".

Betroffen sind demnach weltweit 60.000 Dieselfahrzeuge der Modelle Cascada, Insignia und Zafira mit der Abgasnorm 6, 10.000 davon in Deutschland. Die verdächtigen Fahrzeuge sollen laut “BamS” die Grenzwerte für Stickoxide um mehr als das zehnfache überschritten haben. Das BKA habe Opel über den Verdacht informiert und zur Stellungnahme aufgefordert. Der Autobauer habe dafür jetzt zwei Wochen Zeit. Die aktuelle Produktion sei nicht betroffen, zitiert “BamS” Unternehmerkreise.

Opel reiht sich neben BMW, Audi, VW und Daimler damit in die Schar der Autokonzerne ein, denen vorgeworfen wird, die Abgaswerte bei Dieselautos manipuliert zu haben. Der Dieselskandal flog 2015 auf, als Volkswagen zugab, weltweit in rund elf Millionen Dieselwagen unterschiedlicher Marken eine illegale Software eingebaut zu haben, die den Stickoxidausstoß zwar bei standardisierten Tests verringert – nicht aber im Normalbetrieb auf der Straße.

Im Juni war Audi-Chef Rupert Stadler festgenommen worden, weil er offenbar Zeugen beeinflussen wollte. Ex-VW-Chef Martin Winterkorn ist in den USA wegen Verschwörung zum Betrug angeklagt.

(APA/ag.)

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