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Kothgasser-Rücktritt: Wer wird Nachfolger?

Alterzbischof Georg Eder (l.) überreicht den Hirtenstab an den Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser im Dom.
Alterzbischof Georg Eder (l.) überreicht den Hirtenstab an den Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser im Dom. ©APA/Neumayr/Susi Berger
Der bevorstehende altersbedingte Rücktritt des Salzburger Erzbischofs Alois Kothgasser könnte eine Personalrochade in der österreichischen römisch-katholischen Kirche auslösen.
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Als potenzieller Nachfolger wird nämlich auch der derzeitige Tiroler Bischof Manfred Scheuer (56) gehandelt, der in diesem Fall wiederum seine Diözese aufgeben müsste. Weitere “Pensionierungen” stehen 2015 in Linz und St. Pölten an.
Kothgasser hatte angekündigt, auch diverse Gremien in die Nachfolgersuche einzubinden. Dies könnte Scheuer nützen, gilt er doch wie Kothgasser als verhältnismäßig liberal innerhalb des Episkopats.

Und auch der noch amtierende Salzburger Erzbischof wünscht sich einen “offenen” Mann an der Spitze der Erzdiözese. Dass der konservative Salzburger Weihbischof Andreas Laun (69) nachrücken könnte, scheint daher eher unwahrscheinlich – wohl auch, da der Vatikan auf weitere Aufregung in der römisch-katholischen Kirche Österreichs verzichten kann.

Schwarz wird als Nächstes zurücktreten

Der nächste Bischof, der sich nach Kothgasser mit einem Rücktrittsgesuch an Rom wenden muss, ist Ludwig Schwarz in Linz. Er erreicht am 4. Juni 2015 die Altersgrenze von 75 Jahren. Öffentliche Aufmerksamkeit bei der Wahl des Nachfolgers ist garantiert, sorgte doch die – letztendlich verhinderte – Bestellung des erzkonservativen Gerhard Maria Wagner zum Weihbischof für einigen Wirbel. Schwarz hatte bereits angekündigt, nach Salzburger Vorbild seine “zuständigen Gremien” um Vorschläge zu bitten und diese dann dem Apostolischen Nuntius weiterzuleiten.

Ebenfalls in drei Jahren erreicht der St. Pöltener Bischof Klaus Küng das Pensionsalter. Er löste 2004 den streitbaren wie konservativen Kurt Krenn ab, der sich nach einer Affäre um Kinderpornos und Homosexualität im Priesterseminar zurückgezogen hatte. Küng ist auch Vorsitzender der Stiftung Opferschutz, die Opfer von Missbrauch in Kirchenkreisen auf Geheiß der Klasnic-Kommission finanziell entschädigt. Er erreicht am 17. September 2015 die Altersgrenze von 75 Jahren.

Nachfolger von Kothgasser zu finden, wird schwer

Ein Ansuchen um Rücktritt im Vatikan eingereicht hatte 2011 bereits der Diözesanbischof von Graz-Seckau, Egon Kapellari. Papst Benedikt XVI. bat den als wortgewandten und durchsetzungsfähig bekannten Geistlichen, seine Amtszeit um zwei weitere Jahre zu verlängern. Einen Nachfolger zu finden wird schwer, da Kapellari neben Schönborn in Kirchenkreisen als einflussreichster Bischof in Österreich gilt – und das noch vor Erzbischof Kothgasser.

Eine weitere heimische Diözese ist derzeit bischofslos: Nachdem der Feldkircher Elmar Fischer nach seinem 75. Geburtstag im November 2011 den Ruhestand angetreten hatte, ist im Vatikan noch keine Entscheidung für einen Nachfolger gefallen. Derzeit ist der bisherige Generalvikar der Diözese, Benno Elbs, als Diözesanadministrator eingesetzt. Ihm werden auch die größten Chancen eingeräumt, Fischer als Bischof nachzufolgen. (APA)

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