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Kops II mit erster Stromabgabe

Partenen - Ein gleichsam mit hoher Spannung erwarteter Augenblick war Mittwoch für Ingenieure und Techniker der Vorarlberger Illwerke im neuen Pumpspeicherkraftwerk Kopswerk II in Partenen.

Der erste der drei 150-MW-Maschinensätze wurde zu Versuchszwecken mit dem Netz verbunden und gab die ersten Kilowattstunden Strom ins Netz ab. „Wir haben die Frequenz der Maschine mit der Frequenz im Netz in den gleichen Rhythmus gebracht, also synchronisiert. Der Probebetrieb hat ausgezeichnet funktioniert. Die Maschine läuft schwingungsfrei“, freut sich der Projektleiter Dr. Ernst Pürer, dass wieder ein wichtiger Schritt in Richtung Inbetriebnahme des Mega-Kraftwerks geschafft ist. Vor wenigen Wochen erst war das „erste Drehen“ erfolgt, bei dem die Turbine erstmals mit Wasser in Bewegung gesetzt wurde.

„Noch viel Arbeit“

„Als nächstes stehen die Testläufe zur Inbetriebsetzung der Pumpe und des Wandlers im Kraftwerk an“, erläutert der Projektleiter und bekräftigt: „Es wartet noch viel Arbeit auf uns.“ Nach einem dreieinhalbjährigen Baumarathon befindet sich das neue Pumpspeicherkraftwerk im Hochmontafon nun auf der Zielgerade, die Fertigstellung und der Vollbetrieb aller drei Maschinen ist für die zweite Jahreshälfte vorgesehen. Mit einer Leistung von 450.000 Kilowatt im Turbinen- und Pumpbetrieb wird das Kopswerk II das leistungsfähigste Kraftwerk der Illwerke sein. „Mit der Leistungskraft von Kops II allein könnte Vorarlberg einige Tage mit Strom versorgt werden“, erklärt Pürer. Die Stromproduktion in dem Pumpspeicherkraftwerk ist indes nicht fürs Ländle, sondern geht als Regel- und Spitzenenergie in den Export nach Baden-Württemberg.

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