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Kolumbien: Schwere Regenfälle und Kämpfe

Durch heftige Regenfälle in mehreren Landesteilen Kolumbiens sind nach Behördenangaben in den vergangenen zwei Wochen mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen.

Sieben Menschen würden noch vermisst und 30 weitere seien verletzt worden, teilte die Zivilschutzbehörde am Samstag (Ortszeit) in Bogota mit.

Rund 41.500 Menschen hätten in Notunterkünften untergebracht werden müssen. Den Angaben zufolge wurden 21 Häuser zerstört und fast 5000 beschädigt. Laut der Behörde missachten Bauherren bei der Errichtung von Häusern häufig Vorschriften, so dass Gebäude in vielen Fällen durch schlechten Wasserabfluss gefährdet seien. Meteorologen rechnen bis mindestens Juni mit anhaltendem Regenwetter.

Hunderte fliehen vor Kämpfen

Heftige Kämpfe zwischen linken Guerillas und rechten Milizionären haben im Nordwesten Kolumbiens hunderte Menschen in die Flucht getrieben, wie die Vereinten Nationen (UNO) am Samstag mitteilten. Mehrere tausend Menschen, die ihre Häuser in dem rund 380 Kilometer nordwestlich von Bogota gelegenen Gebiet nicht verlassen wollten, drohten zwischen die Fronten zu geraten.

Beide Seiten verstießen gegen das Völkerrecht, hieß es. Es gebe nur einen Arzt für 13.000 Menschen. Die meisten Schulen in dem Gebiet hätten geschlossen. Die Vereinten Nationen riefen die Behörden auf, auch Berichten nachzugehen, wonach es geheime Absprachen zwischen den rechten Paramilitärs und den Regierungsstreitkräften gibt. In den Kämpfen in Kolumbien kommen jedes Jahr mehr als 3.000 Menschen ums Leben.

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