Kollision im Hafen Friedrichshafen: Ermittlungsdetails bekannt

Die MS Stuttgart (oben) bei der Flottensternfahrt 2013 am Bodensee.
Die MS Stuttgart (oben) bei der Flottensternfahrt 2013 am Bodensee. ©DPA/Felix Kästle
Auf einer regulären Linienfahrt des Bodensee-Passagierschiffs „MS Stuttgart“ kam es zu einer Kollision im Hafen Friedrichshafen. Nachdem die Elektronik der Motorsteuerung plötzlich ausgefallen war, rammte das Schiff eine Steganlage aus Beton. Drei Personen wurden beim Unfall am Dienstag verletzt, der Kapitän erlitt einen Schock.

Wie das deutsche Newsportal schwäbische.de berichtet, gelang es der Polizei und den Bodenseeschiffsbetrieben (BSB) den Unfallhergang beinahe vollständig zu rekonstruieren. Nach dem Ausfall der Steuerelektronik konnte das Schiff die Rückwärtsfahrt nicht mehr unterbrechen. Laut Frank Weber, BSB-Betriebsleiter in Friedrichshafen, „gab es keine Chance, den Unfall zu verhindern”.

Nur 15 Sekunden zum Reagieren

Ein größerer Schaden hätte verhindert werden können, da das 400-Tonnen-Schiff nur Schrittgeschwindigkeit gefahren sein soll. Unglücklich wäre gewesen, dass die Elektronik gerade beim sensiblen Manöver im Hafen ausgefallen sei. So wären der Crew kaum 15 Sekunden geblieben, um auf den Ausfall zu reagieren. Draußen auf dem See wäre mehr Zeit geblieben.

10.000 Euro Schaden am Heck

Der Crew wäre es schließlich gelungen, auf Standgas zu schalten und das Schiff abzufangen, so Christoph Mandalka, Chef der Wasserschutzpolizei Friedrichshafen. Trotz eines Schadens am Heck in Höhe von rund 10.000 Euro soll die MS Stuttgart laut BSB binnen zwei Tage wieder einsatzbereit sein.

Hafenanlage Friedrichshafen beschädigt

Die Hafenanlage Friedrichshafen wurde stärker beschädigt. Am Werksteg der BSB wurde eine Betonplatte der Lauffläche versetzt, ein Dalben wurde verbogen und an der Molewand wurde ein Geländer der Schiffsfront der MS Stuttgart eingedrückt.

(Red.)

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