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Kokain in Unterhose versteckt

Dealer zusammengeschlagen und ausgeraubt: Nach eigenen Angaben fand das 20-jährige arbeitslose Raubopfer die zehn Gramm Kokain rein zufällig neben der Kloschüssel einer Dornbirner Disco.

Da der Mann dringend Geld brauchte, wollte er dem angeklagten Räuber ein Gramm für 100 Euro verkaufen. Um den Stoff möglichst unauffällig aus der Disko zu schmuggeln und zu verhindern, dass ihm der Interessent das Päckchen aus der Hand reißt, versteckte der Verkäufer das Kokain zunächst. “ Ich stopfte die Tüte heimlich in die Unterhose“ , erzählt der Mann vor Gericht.

In einer Wohnung in Höchst wollte er das eine Gramm dann abwiegen und das Geld entgegennehmen. In der Wohnung zeigte der 24-jährige türkischstämmige Kaufinteressent dann seine wahren Absichten. Er legte zunächst die 100 Euro auf den Tisch. Als der Dealer das Gefriersäckchen aus der Unterhose holte, riss ihm sein Kontrahent den Stoff aus der Hand und vermöbelte den 20-Jährigen. Auch ein Freund des Angeklagten mischte bei den Gewalttätigkeiten mit. Während der Angeklagte rund 15 mal auf den Kopf des Opfers einschlug, hielt sein Spezi dem Dealer den Mund zu, dass dieser nicht schreien konnte.

Dicht gehalten

Um nicht selbst als Händler aufzufliegen, hielt der grün und blau Geschlagene den Mund und zeigte den Vorfall nicht an. Erst als im Zuge von Ermittlungen Kollegen “ sangen“ , kam auch der Raub zur Sprache. Nun sitzt das Opfer zwar selbst in U-Haft und wartet auf seinen Prozess, doch bezüglich des Drogenhandels hat er reinen Tisch gemacht. Was den Raub anbelangt, glaubte Richter Peter Mück dem Zeugen jedenfalls.

Der Räuber konnte sich nach seinem Balkonsprung zum Auto durchschlagen. Knapp auf den Fersen – seine Verfolger. Ein Freund des Opfers rannte dem Angeklagten mit einem Baseballschläger hinterher, erwischte aber mit seinen kräftigen Hieben nur mehr den Pkw, der Räuber konnte mit quietschenden Reifen flüchten.

Nun muss der fünffach Vorbestrafte für die nächsten drei Jahre hinter Gitter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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