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Köhlmeier an Gehrer

Köhlmeier erinntert Gehrer daran, dass sie einst versprochen habe, keine Regierung mit der FPÖ einzugehen. [31.1.2000]

Köhlmeier distanziert sich in dem Brief nachdrücklich von der Politik der Freiheitlichen und appelliert an die aus Bregenz stammende ÖVP-Politikerin, ihr Versprechen zu halten. Gehrer, deren Wort er „immer geschätzt“ habe, habe ihm glaubhaft versprochen, keiner Regierung mit der FPÖ angehören zu wollen. Gehrer habe ihm versichert, sie kenne Wolfgang Schüssel so gut, dass sie es ausschließe, dass er dieser Partei zu Ministerämtern verhilft. „Und Sie sagten: Wenn doch, dann ohne Sie“, erinnerte Köhlmeier: „Ich appelliere an Ihr Wort!“

„Ich wünsche mir nicht, dass Sie zu einer Kumpanin der Niedertracht werden. Wenigstens Sie nicht.

Für ihn sei es nicht die Frage, ob es demokratisch vertretbar ist, der FPÖ zu einer Regierungsbeteiligung zu verhelfen, das Wort „demokratisch“ gebe kein Urteil über Moral ab, nicht einmal über guten Geschmack. Wenn Jörg Haider beispielsweise Churchill und Hitler gleichsetze halte er solche „gespenstischen Grauslichkeiten“ für „widerwärtig und dreckig“. „Und wer mit denen geht, der macht sich dreckig. Und wer dafür sorgt, dass denen Regierungsmacht gegeben wird, der macht das ganze Land dreckig“, schrieb Köhlmeier.

Eine Koalition verwandle Niedertracht nicht in einen kleinen Ausrutscher. „Wer mit denen geht, der muss sich gefallen lassen, dass man in ihm einen Kumpan von denen sieht. Und wer denen zur Macht verhilft, der nimmt in Kauf, dass ein ganzes Land zum Kumpan von denen gemacht wird“, heißt es wörtlich in dem von „profil“ veröffentlichten Brief des Schriftstellers.

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