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Kniggetrainerin: Job mit Takt

Doris Köck war 1978 Drittplatzierte in Vorarlberg, holte sich aber den Titel zur "Miss Austria". Zehn Jahre arbeitete sie als Profimodel in Europa und Japan. Heute ist sie erfolgreiche Umgangstrainerin. Misswahl-Journal

Als die Models noch Mannequins hießen und bei Trainerin Waltraud Kircher laufen lernten, war ein 17-jähriges Mädchen neugierig. Doris Köck, die damals Anwander hieß, interessierte sich schon früh für Stilsicherheit und perfektes Auftreten. Als sie als Bankangestellte von ihrem Arbeitgeber nach Wels geschickt wurde, ermutigte sie der Conferenciere einer Modeschau, ins Modelbusiness einzusteigen. Waltraud Kircher schickte das ambitionierte Mannequin weiter: zur Misswahl. Dort wagt Doris Anwander ihre ersten Schritte auf einem großen Laufsteg und ins Leben als Model.

Start

Wie für so viele war auch für die 17-Jährige der Startschuss in die Beautyszene die Misswahl im Ländle. Die große Blondine vom Typ Brigitte Nielsen wurde 1978 Dritte. Erstmals in der Misswahlgeschichte fuhr sie als Drittplatzierte mit nach Kitzbühel zur Miss Austria Wahl. Und gewann. Bei der Miss World-Wahl in London kam sie als Achte ins Endfinale, aber: „Auf dieser internationalen Bühne merkte ich wie unsicher ich eigentlich bin”, sagt sie. Dennoch fand sie sich schnell auf dem gesellschaftlichen Parkett und in der Gesellschaft zurecht. Sogar um sympathische Sager ist sie nicht verlegen: Als sie in der deutschen Quizsendung „Dalli-Dalli” mit Hans Rosenthal gefragt wird, wie sie üblicherweise ihre Sonntage verbringt, antwortet sie so spontan wie vorarlbergerisch: „In die Kirche gehen.” Körbe von Fanpost waren die Folge.

Düsseldorf statt N.Y.

Die in London gastierende und heute legendäre Eileen Ford wollte das hübsche Mädchen aus dem Ländle gleich mit nach New York nehmen. „Ich hatte aber den Rückflug schon gebucht. Mit 17 Jahren in New York? Da hat Düsseldorf schon gereicht”, sagt Doris Köck 31 Jahre später lapidar. In die deutsche Modemetropole zog sie und modelte sieben Jahre für große Designer. wie „Cavalli”, „Joop!”, und „Claude Montana”.
„Ein sensitives Gespür und optimales Taktgefühl kamen mir damals sehr zugute”, meint sie heute. Nach über zehn Jahren im Modelbusiness sattelte die 48-jährige Lauteracherin im Herbst dieses Jahres um und bildete sich zur Umgangsformentrainerin aus. Ein Jahr lang lernte sie bei der TYP-Akademie in Limburg und bei der Autorin erfolgreicher Benimm-Bücher, Susanne Helbach-Grosser. „Es ist eine spannende Aufgabe und ein Metier, das nicht zu unterschätzen ist,” sagt Doris Köck. „Der erste Eindruck entscheidet sich in drei Sekunden”.

Benimm-Test

Gerade im Geschäftsleben ist tadelloses Benehmen selbstverständlich. Personalchefs testen die Umgangsformen ihrer Mitarbeiter etwa bei gemeinsamen Mahlzeiten.
Seit Beginn ihres Jobwechsels ist die einstige Miss Austria auf Erfolgskurs und ihre Kniggekurse sind gut gebucht. Fast hat sie mehr Aufträge als Zeit mit Kursen für Kosmetikstudios, Lernlabors oder diverse Schulen, auch im Ausland. Besonders gefreut hat sich die Mutter zweier Kinder auf ihren Einsatz bei KTV. Es handelt sich dabei um einen Kirchensender mit immerhin zwei Mio. Zusehern. „Eine Fernsehaufzeichnung ist schon etwas Besonderes, weil im Gespräch keine Möglichkeit mehr besteht, nochmals etwas nachzulesen und wirklich alles hieb- und stichfest sein muss”, beschreibt Doris Köck ihren Fernsehauftritt, bei dem sie u.a. Themen besprach wie etwa die richtige Begrüßung, sich vorstellen, Small Talk und ganz besonders Tischmanieren. „Dafür wurde extra ein Tisch dekoriert und ich habe dazu alles erklärt”, sagt sie. „Obwohl ich mich grundsätzlich oft verplappere oder den Faden verliere, lief im Gespräch plötzlich alles ganz automatisch und ich hatte gar keine Zeit mehr, mir Gedanken zu machen.” Für eine Vorarlbergerin, die ihre Sonntage in der Kirche verbrachte, der ideale Job. Erfahrungen im sonntäglichen Kirchgang kann sie jedenfalls vorweisen.

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