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Kliens neues Arbeitsgerät

Nach Williams-BMW, Sauber und Toyota enthüllt Jaguar, das Team von Christian Klien, am Sonntag als viertes Formel-1-Team seinen brandneuen Boliden für die WM-Saison 2004.

Auf dem Circuit de Catalunya vor den Toren der spanischen Metropole Barcelona werden Österreichs Senkrechtstarter und Jaguar-Neuzugang Christian Klien sowie sein australischer Teamkollege Mark Webber die „Raubkatze” aus dem Sack lassen.

Details rund um den neuen R5 werden vom Team aus dem englischen Milton Keynes traditionell wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Bisher sickerte lediglich durch, dass das neue Modell eine Weiterentwicklung des im Vorjahr verwendeten R4 ist, bei dem einige „Kinderkrankheiten” ausgemerzt worden sind. Zudem soll die Nase schmäler ausgefallen sein.

Klien wird am Sonntag im Rahmen der Präsentation erstmals mit dem R5 Gas geben, die Sitzproben hat der Hohenemser bereits vor einer Woche im Jaguar-Werk hinter sich gebracht. „Die Präsentation wird auch für mich eine Überraschung”, ist Klien selbst gespannt. Im Anschluss an den Jaguar-Launch legt das Team, im Vorjahr auf Rang sieben der Konstrukteurs-WM, drei Testtage in Barcelona nach.

„Es warten vier, fünf harte Wochen, in denen wir das Auto schnell machen müssen”, weiß Klien, dass noch viel Arbeit auf ihn zukommt. Körperlich ist Österreichs Beitrag zum 20-Mann-Feld der Motorsport-Königsklasse aber fitter denn je. Über Silvester verbrachte das Jaguar-Fahrerduo acht schweißtreibende Tage im tropisch heißen Malaysia. „Wir haben bei 35 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit richtig hart trainiert. Punkto Fitness stehe ich jetzt eine Stufe höher”, berichtete der Red-Bull-Schützling, der über die Wintermonate vor allem Kraft in den Bereichen Oberkörper und Nacken getankt hat.

Im Umgang mit den Medien hat der Shootingstar aus dem Ländle das erste Kapitel des Lernprozesses in Windeseile absolviert. Denn mit seiner Aussage, dass Weltmeister Michael Schumacher nach seinem Geschmack ein wenig zu steif und arrogant wirke, hatte sich Klien noch vor seinem ersten Grand-Prix-Einsatz weit aus dem Fenster gelehnt und für einige Aufregung gesorgt. „Das habe ich zu voreilig gesagt, ich kenne ihn ja gar nicht richtig”, relativiert Klien deshalb und bezieht sich lieber auf die sportlichen Heldentaten des Deutschen: „Was er geleistet hat, da kann man nur den Hut ziehen.”

Link zum Thema:
Jaguar Racing

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