Kleidungsstücke mit liebevollen Stickereien

Martina betreibt seit drei Jahren ihr Stickstüble in Oberbings. Wer sich etwas besticken lassen möchte, der kann das im Martinas Stickstüble tun.

Seit drei Jahren bestickt Martina A. Eschenfelder Textilien. „Das ist immer schon meine große Leidenschaft gewesen“, schwärmt sie von ihrer Handarbeit. „Jetzt habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.“ Davor war sie bereits drei Jahre bei einer Stickerei in Nüziders angestellt, konnte von dieser sogar drei Stickmaschinen übernehmen, die anderen zwei hat sie selbst dazugekauft.

Mit den Stickmaschinen kann sie Logos und Schriftzüge aller Art nähen. Dabei können ihr die Kunden vorab das gewünschte Motiv per Mail schicken. Bis zum Endprodukt dauert es aber noch eine Weile, denn Martina muss zuerst am Computer eine Stickkarte erstellen, was mitunter viel Zeit in Anspruch nimmt, je nachdem wie aufwendig das Motiv ist. Die Bingserin betont, dass die Stickkarten selbst von Hand nachgefahren und nicht zum Bearbeiten ins Ausland verschickt werden.

Dann wird das Motiv auf die Maschine geladen, die Farben werden bestimmt, der Stickrahmen wird festgelegt und eingerichtet und zunächst ein Probedurchlauf gestartet. Nachdem Martina noch die ein oder andere Feinabstimmung durchgeführt hat, kann das Produkt final bestickt werden. Dabei läuft das Sticken ganz automatisch ab. Man müsse lediglich darauf achten, so Martina Eschenfelder, dass der Faden nicht ausgeht. „Sonst muss man den Faden erst wieder neu einfädeln, was lange dauert.“

Für ein größeres Edelweißlogo benötigt die Maschine 57.000 Stiche, oder anders ausgedrückt eine Stunde. Einen Namen zu sticken, dauert zum Beispiel fünf bis sechs Minuten. Namen werden übrigens sehr gerne auf (Baby-)Handtücher gestickt und dienen somit als perfektes Geschenk. Insgesamt kann man aus 15 verschiedenen Farben und mehreren Schriftarten auswählen. Doch nicht nur individuelle Wünsche kann Martina erfüllen, sondern auch Großaufträge. Zuletzt haben ihre fünf Stickmaschinen 160 Jacken für die Musikhauptschule bestickt.

„Sehr gefragt sind Kappen, Jacken und T-Shirts“, sagt Martina A. Eschenfelder, die viele Vereine als Kunden hat. Vor allem die Vereine wollen gerne ihr Vereinslogo auf Kleidungsstücke sticken lassen. Aber auch Firmen haben schon Martinas Dienste in Anspruch genommen. Das Aufwendigste, das sie einmal gemacht hat, war ein Auto als Motiv mit unzähligen Details und Farbschichten – eine richtige Feinarbeit.

Fünf Stickmaschinen rattern fast ununterbrochen im Untergeschoss von Martina A. Eschenfelders Haus in Oberbings. Ab und zu hilft ihr ihre Tochter Sandra aus. Martina wünscht sich, dass sie sich irgendwann vergrößern kann. Generell, so betont sie, mag sie es, mit der Laufkundschaft Kontakt zu haben. „Vereine kommen persönlich vorbei, um das Logo vor Ort zu besprechen. Das freut mich, wenn man mit den Kunden dabei noch quatschen kann.“

Martina A. Eschenfelder
Geboren 5. Jänner 1972
Wohnort Bings
Familie verheiratet, eine Tochter
Hobbys Handarbeit, kochen, backen

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