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Klaus will Hochjochbahnen kaufen!

Seilbahn-Tycoon Walter Klaus will seinen Konkurrenten, die Hochjochbahnen, kaufen. Er hat gute Chancen. Die Mehrheitseigentümer suchen nach einem finanzkräftigen Skigebiet-Betreiber.

Klaus gibt offen zu, „dass ich mich für unseren direkten Konkurrenten interessiere“. Aber er macht auch klar: Zu viel Geld darf ihn dieses Engagement nicht kosten. Zehn Millionen Euro, so deutet er an, wären ihm zuviel. Aber wenn er die Bahn um fünf Millionen kriegen könnte, würde er zuschlagen.

Laut dem Seilbahnunternehmer wird derzeit ein Gutachten erstellt. Es soll Klarheit über die Vermögenswerte des Schrunser Unternehmens bringen. Klaus wartet das Ergebnis dieser Begutachtung ab. „Dann kann ich beurteilen, wieviel die Hochjochbahnen wert sind.“

Für Klaus ist aber auch „nur“ eine Beteiligung denkbar. „Ich muss nicht unbedingt Mehrheitseigentümer sein.“

Mehrheitseigentümer der Hochjochbahnen derzeit ist eine Gruppe, der die Raiffeisenbank, die Raiffeisen-Landesbank und die Uniqa-Versicherung angehören. „Wir möchten einen Partner an Bord nehmen“, bestätigt denn auch Karl Waltle, der Aufsichtsratsvorsitzende der Hochjochbahnen. Waltle will einen regionalen oder internationalen Profi , einen Skigebiet-Betreiber. „Das muss sein Kerngeschäft sein.“

Laut Waltle nagen die Hochjochbahnen nicht am Hungertuch. Aber um für die Zukunft gerüstet zu sein, um international wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse die Bahn in den kommenden Jahren Investitionsschritte tätigen. „Alte Lifte müssen durch neue ersetzt werden. Und neue Aufstiegshilfen müssen gebaut werden.“

Das kostet Geld. Viel Geld.

Waltle rechnet mit einem Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro. Deshalb ist man auf der Suche nach einem potenten Geldgeber beziehungsweise Partner.

„Wir werden Finanzinvestor bleiben, stellt Waltle klar, „aber die Mehrheit müssen wir nicht behalten. Wir sind bereit, sie abzugeben, wenn der Partner ein Profi ist.“ Nachsatz: „Dann wissen wir unser Geld in sicheren Händen.“ Und wie schnell soll alles über die Bühne gehen? Waltle dazu: „Qualität hat Vorrang vor Tempo.“

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