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Kirchgasser führt jungen "Hühnerhaufen" in Slalom-Saison

30-jährige Salzburgerin hat Vorbereitung total umgekrempelt.
30-jährige Salzburgerin hat Vorbereitung total umgekrempelt. ©APA
Favoriten sind andere, allen voran Mikaela Shiffrin. Darüber ist man sich bei Österreichs Slalomdamen nach den Rücktritten von Marlies Schild sowie zuletzt Kathrin Zettel, Nicole Hosp und Alexandra Daum vor den ersten beiden Rennen in Aspen einig.
Slalom live ab 18:15 Uhr

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Der ÖSV ist zwar mit gleich zwölf, allerdings fast durchwegs jungen Mädchen am Start. Angeführt wird der “Hühnerhaufen” von Michaela Kirchgasser. Die 30-jährige Salzburgerin ist im Slalom nun das, was Elisabeth Görgl im Speedbereich ist. Nämlich so etwas wie die Team-Kapitänin. Auf jeden Fall ist Kirchgasser nun die einzige in der ÖSV-Mannschaft, die schon einen Weltcup-Slalom gewonnen hat.

“Verschwend keinen Gedanken daran”

Mit dem Alter hat Kirchgasser das geringste Problem. “Ich verschwende keinen Gedanken daran”, versicherte sie in Aspen. Wichtig sei anderes. Sie hat nach “15 Jahren im gleichen Radl” ihre Vorbereitung auf komplett neue Beine gestellt, extrem spät angefangen und Life Kinetik statt Kraftkammer in den Mittelpunkt gerückt.

“Es war absolut richtig, etwas Neues auszuprobieren”, versicherte Kirchgasser und bedankte sich beim Verband für das Privileg, das auch tun zu dürfen. “Skifahren muss ich ja nicht mehr lernen.”

Die finale US-Vorbereitung verlief freilich nicht optimal. Im Riesentorlauf blieben die gewohnten Trainingsbestzeiten aus, im Slalom gab es unmittelbar vor Aspen einen bösen Sturz. Trotz des Einfädlers samt Überschlag und Stauchungen will Kirchgasser aber nicht abrücken vom neuen Weg. “Trainings-Bestzeiten haben mir auch bisher nichts gebracht. Und das Wichtige am Sturz war das Wiederaufstehen und Weitermachen.”

Als Mutter der Nation fühlt sich Kirchgasser in der jungen Slalomtruppe nicht. “Ich versuche es zumindest nicht zu sein.” Vielmehr will die lebensfrohe, aber auch sensible Salzburgerin nun vermehrt auf sich selbst schauen.

“Kirchi” als Teamplayerin

“Kirchi” bleibt dennoch auch Teamplayerin und ist durchaus angetan vom heimischen Nachwuchs. “Mir ist bewusst, dass wir ein extrem junges Team haben. Ich weiß zwar nicht, ob sie alle Rennsauen oder Trainingsweltmeister sind. Es ist auf jeden Fall eine gute, junge Generation, die weiß wie man sich auch abseits der Piste zu verhalten hat.”

In einer Beziehung würde sie jedenfalls gerne den Druck vom Nachwuchs nehmen, so Kirchgasser lachend. “Jetzt muss halt ich mehr gewinnen, damit die Jungen mehr Zeit haben, sich heranzutasten.”

Die Filzmooserin weiß schon, wie lange sie selbst noch Skirennen bestreiten wird. Für die Öffentlichkeit reiche zu wissen, “dass es auf jeden Fall nicht meine letzte Saison ist.” Sie will also auch noch bei der WM 2017 in St. Moritz dabei sein. “Ich weiß wie es sich anfühlt, ganz oben zu stehen. Und das möchte ich wieder erleben”, hat sie sich vorgenommen.

In Aspen gehen nach der Levi-Absage die ersten zwei Saisonslaloms der Damen über die Bühne, das Finnland-Rennen wird hier am Samstag eingeschoben. Während ihr Cheftrainer Jürgen Kriechbaum nur den Vorsprung von US-Topfavoritin Shiffrin hinterfragt, dehnt Kirchgasser den Favoritenkreis etwas aus. Auch die Slowakin Veronika Zuzulova sowie die Kanadierinnen hätten ihr im Training sehr gut gefallen.

Die ÖSV-Hoffnungen liegen weiters auf Carmen Thalmann und Bernadette Schild. Thalmann hat speziell daran gearbeitet, auch im Finish der Läufe noch Vollgas zu geben. Und Schild ist nach einer wahren Seuchensaison zuversichtlich, wieder an die Leistungen von früher anschließen zu können.

Am Ende brach Kirchgasser noch eine Lanze für den Slalom. “Da braucht es oft mehr Mut als in der Abfahrt. Wenn du mit vollem Karacho einfädelst und dich überschlägst, brauchst du einige Tage oder Trainingseinheiten, um wieder letztes Risiko nehmen zu können. Der Slalom ist sicher eine Mut-Disziplin.”

(APA)

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