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Kinderschänder zu sechs Jahren unbedingter Haft verurteilt

Feldkirch - Am Landesgericht Feldkirch wurde heute, Freitag, der Prozess gegen einen 63-jährigen Mann einer ehemaligen Kinderdorfmutter fortgesetzt. Er musste sich wegen des sexuellen Missbrauchs von insgesamt sechs Mädchen der Kinderdorffamilie verantworten. 
VOL Live berichtet vor Ort 

Der Angeklagte wurde zu sechs Jahren unbedingter Haft wegen schweren sexuellen Missbrauchs Unmündiger, sexuellen Missbrauchs von Unmündigen,Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses und sexuellem Missbrauch von wehrlosen Personen verurteilt.

Von den sechs Fällen wurden am Freitag nur drei verhandelt, drei weitere Fälle wurden aus dem Verfahren ausgeschieden. Die drei Mädchen werden erneut einvernommen. Als mildernd wurde dem Mann das Teilgeständnis und seine bisherige Unbescholtenheit angerechnet, als erschwerend wertete das Gericht den längeren Tatzeitraum und die besondere Verwerflichkeit der Tat.

Der gebürtige Kärntner muss zudem insgesamt 19.100 Euro an Teilschmerzensgeld und Therapiekosten bezahlen. Der Verteidiger des Angeklagten hat Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung eingelegt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte hielt beim Gang in den Gerichtssaal handgeschriebene Tafeln, auf denen er beteuerte, keines der Mädchen erpresst oder bedroht zu haben oder Geschlechtsverkehr mit ihnen gehabt zu haben, zudem verwies er auf die Bibelstelle Römer 3.22-26, worin es um die Vergebung von Sünden geht.

Angeklagt ist der 63-Jährige wegen schweren sexuellen Missbrauchs, wegen des sexuellen Missbrauchs von wehrlosen Personen und wegen des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses. Hatte sich der Mann im Vorverfahren noch teilgeständig gezeigt, änderte er im September 2007 vor Gericht seine Aussagen.

Daher mussten psychologische und psychiatrische Gutachten eingeholt und weitere Zeugen einvernommen werden, der Prozess wurde damals vertagt. Zum Schutz der heute zwischen 13 und 19 Jahre alten Opfer fand der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die Vorwürfe waren im Mai 2007 publik geworden, als sich drei Mädchen an die Dorfleiterin wandten. Die Übergriffe sollen sich zumindest über die vergangenen vier Jahre erstreckt haben. Das Dienstverhältnis mit der Kinderdorfmutter, die nach eigenen Angaben nichts von den angeblichen Machenschaften ihres Mannes bemerkt hat, wurde bei Bekanntwerden der Verdachtsmomente umgehend einvernehmlich aufgelöst.

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