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Kinderporno-Prozess

Hohe Gefängnisstrafe wegen sexuellen Missbrauchs und Austausch von Kinderpornografie im Internet. [19.1.2000]

Im Konstanzer Kinderporno-Prozess ist am Dienstag ein 46-jähriger
Fuhrunternehmer zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und neun Monaten
verurteilt worden. Der Angeklagte aus dem niedersächsischen Delmenhorst war mit der Familie des Opfers seit langem befreundet. Die Staatsanwaltschaft legte ihm zur Last, das heute zehnjährige Mädchen seit 1997 zu sexuellen Manipulationen bewogen und Fotos gemacht zu haben, die er später ins Internet stellte.

Verurteilt wurde der Mann wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in
Tateinheit mit der Verbreitung pornografischer Schriften.
13.000 Pornos mit Kindern. Insgesamt seien 34.700 Bild- und Textdateien gesichtet worden, darunter 13.000 kinderpornografischen Aufzeichnungen. 290 Pornofotos hatte der Mann von dem Mädchen gemacht und mindestens 45 ins Internet gestellt. Auf diese Weise wollte er Bilder tauschen und Kontakte mit Gleichgesinnten herstellen.

Nach den Worten des Richters hatte sich der Angeklagte durch
seine Vertrauensrolle in der Familie das Mädchen gefügig gemacht. Er sei konsequent, zielstrebig und planmäßig vorgegangen. Der “pornografischer Kontakthof” mit Kindern im Internet sei eine “neue kriminelle Dimension”. Das Risiko, entdeckt zu werden, sei äußerst minimal.


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