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Kindermarathon: "Eltern sollten nur von der Seite anfeuern"

Bregenz - Nach den Vorfällen beim Kindermarathon in Linz, wurde er in Wien abgesagt. Nur wenige Wochen später fand in Bludenz hingegen ein Kindermarathon statt. Im VOL.AT-Gespräch erklärt Andrea Wilburger-Ölz vom IfS, welche Auswirkungen es haben kann, wenn der Ehrgeiz der Eltern größer ist, als der der Kinder.

Laut Wilburger sei schon der Begriff “Kindermarathon” falsch. Es sollte besser Kinderlauf heißen. So werde schon durch den Namen der Veranstaltung impliziert, dass es nicht nur um das Gewinnen gehe, so Wilburger-Ölz.

Findet Fotos befremdend

Die Leiterin der Abteilung für Kinder und Jugendliche beim IfS, findet die Fotos vom Kindermarathon in Linz befremdend. In so einer Situation müsse man sich vor Augen halten, wie viel ein Kind wirklich leisten könne. Solche Veranstaltungen seien im Grunde sehr gut für die Kinder, damit sie Spaß an der Bewegung haben. Sie könnten mit ihren Freunden zusammen teilnehmen und haben eine Menge Spaß, so Wilburger-Ölz.

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kids-marathon ©Foto: Luggi Knobel

Eltern sollten nur anfeuern

Was Wilburger ändern würde, ist, dass die Eltern nicht an so einem Lauf teilnehmen dürfen. “Die Eltern sollten lediglich am Rand stehen und die Kinder anfeuern”, so Andrea Wilburger. Die Eltern dürfen ihren Ehrgeiz nicht vor die Bedürfnisse der Kinder stellen. Es sei wichtig, dass die Eltern bei solchen Veranstaltungen die richtigen Werte vermitteln.

Senkt Selbstwertgefühl der Kinder

Wenn der Ehrgeiz der Eltern überwiege, vermittle man dem Kind die falschen Werte. Dies könne sich auf das Selbstwertgefühl des Kindes auswirken. Das Kind glaube dann, eine gewisse Leitung bringen zu müssen und wenn diese nicht verfüllt werden, sinke das Selbstbewusstsein. Dies sei bei Kindern in diesem Alter sehr schlecht.

Was die IfS Mitarbeiterin sonst noch rät, erfahren Sie im Video.

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