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Kinder- und Jugendanwalt will Schülerbetreuung ausbauen

Bregenz – In der Pressekonferenz am frühen Freitagvormittag im Landhaus in Bregenz präsentierte der Vorarlberger Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch den Tätigkeitsbericht 2008. Rauch im VOL Live-Interview

Im vergangenen Jahr war der Kinder- und Jugendanwalt wieder mit verschiedensten Anliegen und Problemstellungen von Kindern und Jugendlichen befasst. In 430 Anfragen wurde Information, Vermittlung und Hilfe angeboten. Wichtige Schwerpunktthemen waren u. a. Kinderrechte (Recht auf Freizeit und Spiel, Recht auf Schutz vor Gewalt, Kinderrechtepreis/Kindererechtefilmtage), Schule und Jugendwohlfahrt. Insbesondere die Jugendwohlfahrt ist in einem intensiven Entwicklungsprozess.

Bedarfsplanung und Qualitätsentwicklung in der Jugendwohlfahrt

Bereits im letzten Jahr wurden erhebliche zusätzliche Mittel für den Jugendwohlfahrtsbereich beschlossen. Die für heuer geplanten Schritte zur weiteren Verbesserung der Qualität der angebotenen Dienstleistungen werden seitens des Kinder- und Jugendanwalts ausdrücklich begrüßt.

Kinder- und Schülerbetreuung ausbauen – Schule weiterentwickeln

Der Kinder- und Jugendanwalt teilt die Ansicht vieler in der Jugendwohlfahrt tätiger Fachpersonen, dass Kinderbetreuung und Schulentwicklung radikal aus dem Blickwinkel der betroffenen Kinder und hier insbesondere von sozial Benachteiligten gesehen werden muss. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten drohen die Anliegen von jungen Menschen unterzugehen. „Kinder und ihre Bedürfnisse definieren den Bedarf und nicht die Erwachsenen” muss oberste Maxime werden. Zunehmend mehr Kinder sind auf qualitativ gute Ganztagesstrukturen angewiesen. „Meine Vision wäre, dass man die Schule als Lebens- und Lernraum so ausbaut, dass sich Kinder dort nicht nur zum Lernen und Hausaufgaben machen aufhalten können, sondern dort auch ihre Freizeit verbringen können”, so Rauch im VOL Live-Interview.

20 Jahre Kinderrechte – 20 Jahre Gewaltverbot in der Erziehung

Kinderrechte feiern heuer zwei runde Geburtstage. Mit einem Antistressball mit der Aufschrift: „Reg dich ab an mir – und nicht an deinem Kind” soll an dieses wichtige Kinderrecht erinnert werden. „Die Anwendung von Gewalt und die Zufügung körperlichen oder seelischen Leides sind unzulässig”, heißt es im Gesetz.

Der Kinder- und Jugendanwalt ist nach Angaben von DSA Rauch eine Anlaufstelle dafür, Informationen über die Rechte von Kindern einzuholen. Ebenso bietet der Kinder- und Jugendanwalt konkrete Hilfe, wenn es darum geht, zu erfahren, an wen sich Eltern, Kinder oder Jugendliche in der großen Soziallandschaft Vorarlbergs wenden können. Rauch sind in seiner Tätigkeit als Kinder- und Jugendanwalt folgende drei Grundprinzipien wichtig: „Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und auf jeden Fall anonym”.

Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch im VOL Live-Interview

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