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Kinder und ihr Umgang mit Alkohol

"Wenn sich Erwachsene über den steigenden Alkoholkonsum der Kinder lediglich aufregen und wundern ist das zuwenig", so Bernhard Gut vom Sozialmedizinischen Dienst der Caritas Vorarlberg.

Der Umgang von Erwachsenen mit Alkohol spielt eine wichtige Rolle. Kinder und Jugendliche lernen in erster Linie über die Modelle und Bilder, die ihnen die Erwachsenenwelt zur Verfügung stellt. „Daher ist das Vorleben und die Art wie wir als Gesellschaft dem Alkohol begegnen, ein wichtiger Indikator, wie die Jugendlichen selbst damit umgehen“, so Bernhard Gut weiter.

Der beste Schutz gegen Entstehung von Suchtverhalten sind positive Lebensbedingungen, Förderung sozialer Netzwerke und die Ermöglichung aufbauender Lebensperspektiven. Auch in diesem Bereich sind Erwachsene besonders gefordert.

Stress als Ursache von Suchtverhalten

Die steigende Zahl Alkoholtrinkender Kinder und Jugendlicher weist darauf hin, dass die belastenden Faktoren (Stressoren) mehr werden. Sozialwissenschaftler sehen Gesundheit als „Spiegel der Verarbeitung und Bewältigung gesellschaftlicher und sozialer Verhältnisse.“ Diese werden in erster Linie von der Erwachsenenwelt gestaltet und können auch da verändert werden.

Aus zahlreichen Untersuchungen ist bekannt, dass Stress auch zu einem erhöhten Aufkommen an Suchtverhalten führen kann. Neben traumatischen Ereignissen spielen vor allem der Lebensstil und die Lebensbedingungen die entscheidende Rolle, ob es zu Stressentwicklung kommt. Psychologisch betrachtet, ist Stress eine Beziehung zwischen Person und Umwelt, wobei die Person es so erlebt, dass sie den Anforderungen, denen sie ausgesetzt wird, nicht mehr gewachsen ist. Ob herausfordernde Situationen und Belastungen gut verarbeitet werden, hängt in erster Linie von der sozialen Unterstützung ab, die jemand erhält. Wenn diese Unterstützung fehlt, ist eine mögliche Reaktion der Griff zur Flasche und da unterscheiden sich Kinder und Jugendliche offensichtlich immer weniger von Erwachsenen. (Quelle: Caritas Vorarlberg)


ÖVP-Jugendsprecher Thomas Winsauer: Überzeugungsarbeit muss ausgebaut und verstärkt werden

Verbote sind zu wenig, um Kinder und Jugendliche von den negativen Folgen übertriebenen Alkoholkonsums zu überzeugen

ÖVP-Jugendsprecher Thomas Winsauer zeigt sich besorgt, dass immer mehr Kinder zu Alkohol greifen. „Die Folgen von regelmäßigem Alkoholgenuss sind für die Entwicklung der Kinder fatal.“ Winsauer betont, dass das Vorarlberger Jugendgesetz Jugendlichen bis 16 sowohl den Konsum als auch den Erwerb von Alkohol verbietet. „Handel und Gastronomie sind ganz wichtige Partner zur Einhaltung des Jugendgesetzes und haben auch eine gesellschaftspolitische Verantwortung.“ Tatsache, so Winsauer, ist aber leider, dass es zu wenig sein wird, auf Verbote zu setzen, um Kinder und Jugendliche von den negativen Folgen übertriebenen Alkoholkonsums zu überzeugen!

Winsauer appelliert deshalb auch an die Verantwortung der Eltern, Kindern und Jugendlichen einen maßvollen Umgang mit Alkohol beizubringen. „Das heißt aber auch, selbst Vorbild zu sein!“ Weiters, so der ÖVP-Jugendsprecher, gehe es darum, die Kinder selbst zu sensibilisieren. „Das Land setzt hier wichtige Maßnahmen und Initiativen, die insbesondere die Prävention zum Hauptinhalt haben, etwa das Projekt ‚Spaß mit Maߒ!“ Diese Initiativen müssen, so Winsauer, ausgebaut und verstärkt werden. (Quelle: ÖVP Vorarlberg)

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