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Kinder steigen auf die Barrikaden

Dornbirn - Betroffenheit bei den Betroffenen hat die von der Geschäftsführung des SOS-Kinderdorfes in Dornbirn angekündigte Schließung innerhalb der nächsten 18 Monate ausgelöst.

„Es besteht der Eindruck, dass die jungen Leute wenig bis gar nicht über diesen Schritt informiert wurden“, kritisiert Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch, der von den Jugendlichen letzte Woche in dieser Sache kontaktiert worden war. Aus eigenem Antrieb hätten sie auch bereits Unterschriften gegen die Auflassung des Dorfes gesammelt und sieben Wünsche formuliert. Nun will Rauch gemeinsam mit ihnen „alles daran setzen, damit die Verantwortlichen diesen Forderungen möglichst gut gerecht werden“.

Viele jüngere Kinder

Denn dass alle Kinder, wie von Geschäftsführerin Sabine Juffinger erklärt, erwachsen seien, entspreche keineswegs den Tatsachen. „Derzeit sind von den 35 Kindern nur zwei 17 Jahre alt. Der Großteil ist deutlich jünger, sehr viele Kinder sind erst 10 oder noch jünger“, betont Michael Rauch. Er versteht die angekündigte Schließung auch deshalb nicht, weil immer noch 25 Kinder aufgrund von Platzmangel in Deutschland fremduntergebracht werden müssen. Ebenso wenig wollen sich die unmittelbar damit konfrontierten Mädchen und Burschen mit der bereits beschlossenen Auflösung des Standorts Dornbirn abfinden und fordern intensive Diskussionen über andere Möglichkeiten. Gestern beispielsweise gingen Briefe an Landeshauptmann Herbert Sausgruber, Soziallandesrätin Greti Schmid, die Fachabteilungen der Landesregierung sowie an die Geschäftsführung von SOS-Kinderdorf Österreich mit der Bitte um Unterstützung dieses Anliegens hinaus.

Einsicht in Verträge

Der Kinder- und Jugendanwalt seinerseits will auch „die beste und nicht die zweit- oder drittbeste Lösung“ für die Kinder erreichen. Als erster Schritt soll es ein gemeinsames Gespräch zwischen Kinderdorfführung, den Jugendlichen und ihm geben, um den „großen Informationsbedarf zu stillen“. Wobei das Recht auf Meinungsäußerung und Anhörung bei allen Fragen, die Kinder und Jugendliche betreffen, nicht nur gemäß Kinderrechtskonvention eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Rauch: „Bei einer so weitreichenden Maßnahme muss eine Mitentscheidungsmöglichkeit für die betroffenen Kinder und Jugendlichen ebenso sichergestellt werden, wie eine verständliche Information über alle wichtigen Schritte.“ Dann will der Kinder- und Jugendanwalt noch Einsicht in die Verträge des SOS-Kinderdorfes verlangen. Er hegt nämlich den Verdacht, die Schließung könnte rein betriebswirtschaftliche Gründe haben.

7 Wünsche

Die sieben Wünsche und Forderungen der Kinder und Jugendlichen: 

+ das Zuhause nicht verlieren

+ als Familie zusammenbleiben

+ Hauptbezugspersonen behalten (Kinderdorfmutter, andere Mitarbeiter)

+ eine Dorfgemeinschaft bleiben » Freunde nicht verlieren

+ keinen Schulwechsel

+ Kinder sollen, gemäß der Idee von Hermann Gmeiner, wieder im Mittelpunkt stehen.

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