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Kinder lösten in Deutschland Giftgasalarm aus

Spielende Kinder haben mit einer Chemikalie am Mittwochabend auf einer Straße in Göttingen versehentlich eine Giftwolke verursacht.

26 Menschen, darunter 19 Kinder, wurden deshalb nach Angaben der Polizei vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, konnten am Donnerstag aber alle wieder entlassen werden. Nur bei einem Kind habe es vorübergehend Vergiftungserscheinungen gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Die Kinder hatten eine auf der Straße von einem Auto überfahrene Dose mit dem Wühlmaus-Begasungsmittel Polytanol aufgesammelt und den Inhalt in eine Lacke geschüttet.

Die folgende chemische Reaktion habe zu der Gaswolke geführt, sagte Polizeisprecher Matthias Althaus. Woher das von den spielenden Kindern entdeckte Gift stammt und wie es auf die Straße kam, sei noch völlig unklar. Polytanol wird nach Angaben der Herstellerfirma zur Bekämpfung von Wühlmäusen eingesetzt. Das Mittel wird in Gänge und Löcher im Boden gestreut, die anschließend sofort verschlossen werden müssen. Die Substanz reagiert mit der Bodenfeuchtigkeit und bildet dabei giftigen Phosphorwasserstoff. Das Gas ist durch seinen knoblauchartigen©Geruch leicht wahrnehmbar. Polytanol darf nur im Freiland angewendet werden.

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