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Kinder im Auto oft falsch oder nicht gesichert

Salzburg - Nahezu jedes zweite Kind ist als Mitfahrer im Auto falsch oder gar nicht gesichert. Das hat eine in den vergangenen Wochen durchgeführte Erhebung mit 1.500 Beobachtungen an Schulen und Kindergärten in ganz Österreich zutage gebracht.

“Das Ergebnis hat unsere schlimmsten Befürchtungen sogar noch übertroffen”, sagte ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger am Donnerstag.

Die Tester des Clubs staunten nicht schlecht: Nur in 60 Prozent der überprüften Fahrzeuge waren die Kinder richtig angeschnallt. In Salzburg war die Quote etwas besser. Dennoch waren auch hier die Kinder nur in 66 Prozent der Fälle richtig angeschnallt. Am niedrigsten war die Quote im Burgenland mit nur 47 Prozent. In der Steiermark lag sie mit 76 Prozent weit über dem Österreich-Schnitt.

Nahezu ein Viertel der Kinder (23 Prozent) war nur mit einem Fahrzeuggurt gesichert. In 17 Prozent der Fälle waren die Kleinen völlig ungeschützt.

Einige kleine Kinder saßen in den überprüften Fahrzeugen auf dem Beifahrersitz. “Sie waren nur mit dem Fahrzeuggurt gesichert und hatten teilweise ihre Schultaschen am Rücken”, schilderten die Tester. Andere wiederum knieten oder standen auf der Rückbank.

Viele Eltern waren zudem selbst nicht angeschnallt, schilderte die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. “Bei ihrer Erhebung haben die Tester Dinge gesehen, die nicht nur den Verkehrsvorschriften widersprechen, sondern jeden verantwortungsvollen Menschen erschüttern müssen”, sagte Seidenberger. “Es lässt sich auch keine Verbesserung erkennen. Schon im Jahr 2001 hat der ÖAMTC ein ähnliche Erhebung durchgeführt. Die aktuellen Ergebnisse unterscheiden sich von den damaligen nur marginal.”

Übrigens: Bei völlig fehlender oder falscher Kindersicherung droht eine polizeiliche Anzeige. Die Strafen betragen 70 bis 100 Euro, daneben erfolgt eine Eintragung im Führerschein-Vormerksystem. Ab der zweiten Vormerkung für die mangelnde Kindersicherung muss seit September 2009 ein Kindersicherungskurs absolviert werden. Auffallend dabei ist laut ÖAMTC, dass 80 Prozent der Kursteilnehmer Männer sind. Jeder zweite Teilnehmer kommt im übrigen aus Wien, wo der Männeranteil gar bei 95 Prozent liegt.

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