Kind, Kegel und Hund am Start

Ganz schön beeindruckend: Drei Jahre nach der ersten Veranstaltung vermochte der Wolfurter Stundenlauf auch 2006 immer noch die Massen zu mobilisieren.

Auch am Sonntag waren wieder fast 800 Teilnehmer auf den Beinen und spulten für einen guten Zweck unermüdlich Runde um Runde herunter. Der gesamte Erlös kommt diesmal zwei jungen Familien mit zwei bzw. drei Kindern zugute, deren Mütter schwer erkrankt sind.

Tradition geworden

Eigentlich sollte der erste Wolfurter Stundenlauf eine einmalige Sache bleiben. Damals fanden sich einige engagierte Personen zusammen, gründeten den Verein „Wolfurt für Wolfurt“ und organisierten einen Stundenlauf, um Geld zum Bau einer behindertengerechten Wohnung für einen querschnittgelähmten jungen Mann zu sammeln. Mit über 1100 Teilnehmern sprengte die Veranstaltung alle Grenzen.

Angespornt vom Erfolg und vielen Mitbürgern ging es in die zweite Runde. „Jetzt ist der Stundenlauf schon so etwas wie Tradition geworden“, freut sich Christian Fend. Denn viele, vor allem die Vereine, helfen unentgeltlich mit. Und die Mühe blieb auch bei der dritten Auflage des Stundenlaufes nicht unbedankt. Knapp 800 Frauen, Männer, Kinder und zwei Vierbeiner scharrten zu den Klängen der Bürgermusik in den Startlöchern. Dabei hatten die Veranstalter „höchstens 500“ erwartet.

Gäste aus Nordkorea

Dann ging es los. Gut einen Kilometer lang war der Rundkurs, den es so oft wie möglich zu absolvieren galt. Dabei konnte jeder nach seiner Fasson glücklich werden. Die einen sprinteten auf Hochtouren durchs Gelände. Andere gingen die Sache gemütlich an. Aber jeder leistete seinen Beitrag für die gute Sache. Sogar eine Gruppe aus Nordkorea, die derzeit eine Woche beim Seilbahnhersteller Doppelmayr zu Besuch ist, warf sich in die Laufdressen und machte geschlossen mit.

Selbst ausgewählt

Im letzten Jahr absolvierten die Teilnehmer etwa 6000 Runden. Das erbrachte dank großzügiger Sponsoren und kräftigem Umsatz im Wirtschaftszelt mehr als 30.000 Euro. Damit wurden u. a. Rollstühle und Krankenbetten angeschafft. Heuer werden mit den Einnahmen zwei Familien mit tragischen Schicksalen unterstützt. Ausgewählt hat sie der Verein selbst. „Wir bekommen von der Gemeinde zwar die Informationen, wo Hilfe notwendig wäre. Die letzte Entscheidung trifft aber unser Team“, betont Christian Fend. Offen lässt er hingegen, ob es einen 4. Wolfurter Stundenlauf geben wird. Bei dem positiven Echo dürfte die Frage wohl nicht schwer zu beantworten sein.

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