Keine rosigen Aussichten

Als "wenig rosig" beschreibt der Vorarlberger Schul-Landesrat Siegi Stemer (V) die für Herbst absehbare Beschäftigungssituation bei den Pflichtschullehrern im Ländle.

Derzeitigen Schätzungen zufolge werden rund 40 Volks- und 20 Hauptschullehrer auf der Warteliste landen. Stemer kündigte in einer Pressekonferenz am Montag an, Überbrückungshilfen für die Absolventen der Pädagogischen Akademie bieten zu wollen.

Zuletzt haben an der Pädagogischen Akademie in Feldkirch 42 angehende Volks- sowie 30 Hauptschullehrer ihre Ausbildung abgeschlossen. Erfahrungsgemäß werden sich zwei Drittel bis drei Viertel davon in diesen Tagen um Aufnahme in den Schuldienst bewerben. Jenen, die vorerst nicht in der Schule unterkommen, will Stemer eine Überbrückungshilfe bieten. „Ich habe Kontakt mit öffentlichen, sozialen und karitativen Einrichtungen aufgenommen, an die die Kandidaten auf Wunsch weitervermittelt werden“, sagte der Schul-Landesrat. Er rechnete außerdem damit, dass etwa die Hälfte der Lehrer auf der Warteliste im Laufe des Schuljahres noch im Schuldienst tätig werden können.

„Der Schülerrückgang ist ein Faktum“, stellte Stemer bedauernd fest. Es sei „völlig logisch“, dass sich diese Entwicklung auf die Zahl der Klassen und die Beschäftigungssituation der Lehrer auswirke. Der Schul-Landesrat wiederholte, dass im Herbst mit 85 bis 100 Taferlklasslern weniger als im zu Ende gehenden Schuljahr zu rechnen sei. Insgesamt werde sich die Schülerzahl im Pflichtschulbereich um etwa 1.000 auf 34.400 verringern. Die Zahl der Klassen wird laut aktueller Prognose um rund 50 auf 1.790 zurückgehen.

Stemer bestätigte außerdem, dass drei Kleinstschulen in Laterns (Bezirk Feldkirch), Bartholomäberg und Blons (beide Bezirk Bludenz) „vorübergehend stillgelegt“ werden. Alle diese Schulen würden nur noch von weniger als zehn Schülern besucht, so Stemer. Er wies daraufhin, dass es in jeder der Gemeinden nach wie vor eine Volksschule gebe.

Einen positiven Ausblick konnte Stemer bei der Schülerbetreuung geben. „Auf Grund der vorliegenden Anmeldezahlen können wir im Herbst mit mehr als einer Verdoppelung von 800 auf deutlich über 2.000 Pflichtschüler rechnen“, sagte der Schul-Landesrat.

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