Keine Feuerverbote in Vorarlberg

Sicherheits-Landesrat Erich Schwärzler (V) sieht keine Veranlassung, in Vorarlberg verschärfte Bestimmungen zu verordnen, um Wald- oder Flächenbrände zu verhindern.

Das erklärte er am Samstag auf Anfrage der APA. Im benachbarten Liechtenstein und dem Schweizer Kanton St. Gallen gelten seit Freitag strikte Feuerverbote.

Freitagmittag hatten Unbekannte am Breitenberg in Hohenems durch ein Lagerfeuer fahrlässig einen kleineren Flächenbrand hervorgerufen, der von der Feuerwehr rasch gelöscht werden konnte. „Dieser Vorfall blieb bis jetzt die Ausnahme“, erklärte Schwärzler, der auch „weiterhin auf die Vernunft und den Hausverstand der Bevölkerung zählt. Die Einhaltung von Verboten müsste dann ja auch selbstverständlich kontrolliert werden“. Er sehe trotz der langen Trockenheit und der relativ spärlichen Niederschläge „keinen Anlass für Maßnahmen wie in Liechtenstein und St. Gallen“.

Auf dem Gebiet des gesamten Kantons St.Gallen ist es seit Freitag verboten, im Freien Feuer zu entfachen: „Selbst wenn die Wetterprognose eintrifft, die lokale Gewitter und einzelne Niederschläge vorhersagt, kann dies die Brandgefahr für Wald, Flur und Liegenschaften nicht bannen“, lautete die Begründung der Kantonsregierung. „Die gelegentlichen Gewitter vermögen die Brandgefahr nur lokal und nur sehr kurzfristig zu entschärfen“, kam es am selben Tag fast gleich lautend aus dem Presseamt der fürstlichen Regierung in Vaduz, weshalb „ein die ganze Waldfläche einschließendes, zeitlich beschränktes, absolutes Feuerverbot“ erlassen wurde. Damit ist im Fürstentum zum Beispiel auch Grillen in der Nähe eines Waldes ausdrücklich verboten.

Schweizer und Liechtensteiner stehen allerdings vor dem Problem, dass sie am 1. bzw. am 15. August ihre nationalen Feiertage begehen: In beiden Ländern haben dabei Feuerwerke und das Abbrennen von Höhenfeuern Tradition. Mit ihr muss heuer in acht Kantonen gebrochen werden, darunter in St. Gallen und im davon umschlossenen Halbkanton Appenzell-Innerrhoden. Appenzell-Außerrhoden behielt sich noch lokale Ausnahmeregelungen vor. Und in Liechtenstein, wo man noch rund zwei Wochen Zeit hat, werde dann „die Lage beurteilt und die Regierung dementsprechend entscheiden“, so das Presseamt in Vaduz.

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