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Keine Anstellung für 15 Volksschullehrer

In Vorarlberg werden nach Angaben von Schullandesrat Stemer erstmals 15 Volksschullehrer im Herbst keine Anstellung bekommen. Das sollte sich im Laufe des Jahres aber ändern.

Österreichweit werden 600 Volksschullehrer im Herbst keinen Job bekommen, berichtet der ORF. Neben dem Schülerrückgang ist die Schließung von Kleinstschulen ein Grund dafür. In Vorarlberg werden keine Dorfschulen geschlossen, der Rückgang der Erstklässler wirkt sich momentan noch kaum auf die Anzahl der Klassen aus. Dennoch werden heuer erstmals auch 15 Volksschullehrer in Vorarlberg keine Anstellung finden.

Die Chancen für die Betroffenen, dennoch heuer noch eine Anstellung zu bekommen, sind laut Landesrat Stemer hoch. So wie in den vergangenen Jahren könne damit gerechnet werden, dass etwa durch Karenzierungen fast alle, die noch auf der Warteliste sind, eine Anstellung im kommenden Schuljahr bekommen werden, so Stemer.

Das Land wird auch in diesem Schuljahr rund 60 Lehrerdienstposten zusätzlich finanzieren. Damit soll die Qualität an den Schulen gehalten werden, so Stemer. Als Beispiele nennt Stemer die Sprachförderung, den Erhalt von Kleinstschulen in ländlichen Regionen und Maßnahmen im Bereich der Sonderpädagogik.

Pflichtschullehrer-Vertreter Armin Roßbacher fordert, noch mehr in die Schulen zu investieren. Eine Möglichkeit wäre für ihn die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl. Die Politik sollte die Bedingungen an den Schulen deutlich verbessern, fordert Roßbacher.

Dennoch ist davon auszugehen, dass sich die Situation für die Junglehrer in den nächsten Jahren nicht verbessern wird. Das sei ein Grund für manche, ihren Berufswunsch zu überdenken, so Roßbacher. Man sollte genauer überlegen, ob man für den Beruf wirklich geeignet ist. Aber die schwierigen Bedingungen sollten niemanden davon abhalten, Lehrer zu werden, der davon auch überzeugt ist, so Roßbacher.

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