"Kein Problem bei einem Dachschaden"

Wie man richtig Ziegel verlegt, lernt man in der Werkstatt
Wie man richtig Ziegel verlegt, lernt man in der Werkstatt ©Gerty Lang
Luag, was ma wera künnt: Dachdecker/Spengler. Dachdecker/Spengler, ein Beruf mit besten Aussichten.
Dachdecker und Spengler

Dornbirn. Es ist wahrscheinlich der einzige Beruf, für den es eine Garantie gibt. Denn eines ist sicher: schon in der Lehre kommen die Jungs hoch hinauf. Nur wer den Mut hat, auf den höchsten Dächern zu arbeiten, hat die richtige Berufswahl getroffen. Dachdecker schützen die Gebäude vor Wind und Wetter. Und die Arbeiten von Spenglern und Dachdeckern sind sehr eng miteinander verwoben und greifen häufig sogar direkt ineinander über. Daher erfreut sich diese Doppellehre, die vier Jahre beträgt, auch so großer Beliebtheit.

Sebastian Längle hat es bald geschafft. Im vierten Lehrjahr weiß er, wie ein Dach abgedichtet wird, damit sich auch an schwer zugänglichen Stellen kein Wasser sammelt und in den Innenraum gelangt. Und spätestens nach Abschluss der Lehre muss er mit Bitumen, Blei, Zink oder Kupfer umgehen können. „Die Handelschule war für mich nicht das Richtige. Ich wollte hoch hinaus und an der frischen Luft arbeiten“, lacht der sympathische junge Mann, der bei der Firma H + M GmbH den richtigen Beruf für sich gefunden hat. „Wir sind immer auf der Suche nach Lehrlingen. Aber wenn die Burschen einmal arbeiten müssen, werfen viele das Handtuch“, bedauert sein Chef Helmut Wolf. Für den Beruf sind gute handwerkliche Fähigkeiten, Freude an der Arbeit im Freien, Schwindelfreiheit sowie räumliches Vorstellungsvermögen und eine robuste Konstitution gefragt.

„Es braucht schon Zeit, bis man sich an die Höhe gewöhnt hat. Aber ich persönlich habe damit überhaupt kein Problem“, grinst Sebastian. „Der Beruf ist abwechslungsreich. Denn wenn Blechdächer, Regenrinnen, Kamine und Lüftungen an Häusern angebracht werden, schlägt meine Stunde als Spengler.“ Und, in den letzten Jahren ist ein weiteres Betätigungsfeld dazu gekommen. Dachdecker spezialisieren sich immer mehr auf den Einbau von Solarenergieanlagen. Bei Sanierungen und Reparaturen wird das Dach zuerst analysiert. Erst dann können die entsprechenden Maßnahmen getroffen werden.

Eines möchte Helmut Wolf den jungen Menschen, die sich für den Beruf interessieren mitgeben: „Es ist ein Handwerk. Man muss die Arbeit sehen und auch machen wollen. Die Schule ist in Hallein und wird als Blockschule geführt. Und wer diese Ausbildung ordentlich abschließt, ist nicht nur sehr gefragt sondern wird auch gut bezahlt.“

 

Ausbildner:
M + H GmbH
Stöckenstrasse 17a
6850 Dornbirn
Telefon O699 18306077
www.mh-dach.at

 

Was macht den Beruf aus?

Helmut Wolf, Chef und Ausbildner
Es ist die Abwechslung. Man sieht das Ergebnis seiner Arbeit sofort. Ich selbst habe Zimmerer, Dachdecker und Spengler gelernt. Habe den elterlichen Betrieb übernommen. Man bekommt Kenntnisse in der Bauphysik vermittelt und lernt alles über den Aufbau eines Daches.

Sebastian Längle, 4. Lehrjahr, Dachdecker und Spengler
Ich wollte immer in der Höhe arbeiten. Und da die Firma nicht weit von meinem Wohnhaus entfernt ist, habe ich gefragt und es hat gepasst. Wir machen auch Fassaden, aber am liebsten bin ich am Dach. Ein Mädchen hat auch bei uns angefangen. Sie ist im 1. Lehrjahr als Spenglerin.

Herbert Fessler, Spengler
Ich bin schon seit 25 Jahren in der Firma und durch Zufall Spengler geworden. Inzwischen muss ich schon aufs Dach und arbeite auch als Dachdecker. Ich hab es nie bereut, diesen Beruf gewählt zu haben. Als Spengler arbeitet man viel mit Blech, Folien und im Flachdachbereich.

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