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Kein Lehrermangel? - Gewerkschaft zweifelt

Lehrergewerkschaft und Unterrichtsministerium sind unterschiedlicher Meinung.
Lehrergewerkschaft und Unterrichtsministerium sind unterschiedlicher Meinung. ©Bilderbox
Schwarzach - Trotz der bereits startenden Pensionswelle bei Pädagogen soll es im mit 10. September startenden neuen Schuljahr laut Unterrichtsministerium keinen Lehrermangel geben. Die Lehrergewerkschaft warnt vor verfrühten Jubelmeldungen.
Kein Lehrermangel zu Schulbeginn


Nach Angaben des Ministeriums sollen Maßnahmen wie Mehrdienstleistungen, Sonderverträge für Quereinsteiger und der befristete Einsatz von Personen, die (noch) nicht die volle Lehrbefugnis haben, dafür sorgen, dass alle Lehrerposten besetzt werden können. Außerdem soll die Kooperation zwischen BHS und AHS ausgebaut und Lehrer durch “gezielte Motivation” dazu gebracht werden, Karenzierungen und Sabbaticals zu verschieben.

Immer Platz für Unvorhersehbares

Das Ministerium verweist allerdings darauf, dass zu Schulbeginn unvorhergesehe Personalausfälle etwa durch Austritt, Krankenstand oder Schwangerschaft vorkommen können und bittet Schüler und Eltern in der Aussendung um Verständnis. Für solche kurzfristigen Engpässe könne laut Landesschulräten durch vorhandene Notfallpläne jedoch “binnen weniger Tage eine Lösung gefunden werden”.

Personalengpässe in Vorarlberg?

Paul Kimberger (FCG) von der Lehrergewerkschaft kann die Nachricht des Ministeriums, wonach es keine Probleme gibt, “nicht ganz nachvollziehen”. So gebe es sowohl in Wien als auch in Vorarlberg Personalengpässe, vor allem die Sonderschulen und einzelne Fächer seien betroffen. “Das Ministerium sollte sich im Vorfeld von dramatisch steigenden Pensionierungsraten Gedanken machen, wie es genug junge Leute für den Lehrerberuf motivieren kann”, appelliert der Lehrervertreter. “Ich habe so meine Zweifel, ob das gelingt”, sagte er mit Hinweis auf die noch ausstehende Reform von Lehrerausbildung und -dienstrecht.

In Vorarlberg wird von Landesschulrat Stemer mit möglichen überraschenden Ausfällen zu Schulbeginn gerechnet, sonst gibt es an Bundesschulen in einzelnen Gegenständen Bedarf (VOL.AT berichtete).

(VOL.AT; APA)

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