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"Kein großes Bauvorhaben ohne großen Bauprozess"

Das spektakuläre Verwaltungsgebäude ragt zu einem Drittel in den Rodund-Stausee hinein.
Das spektakuläre Verwaltungsgebäude ragt zu einem Drittel in den Rodund-Stausee hinein. ©Illwerke
Feldkirch, Vandans. Baggerarbeiten am Illwerke-Bürogebäude sollen sich um 1,3 Millionen Euro verteuert haben.

Es gebe “kein großes Bauvorhaben ohne großen Bauprozess, vor allem wenn Bagger beteiligt sind”, sagte Richter Gerhard Winkler beim Prozessauftakt am Landesgericht Feldkirch.1,36 Millionen Euro an Mehrkosten für ihre Tiefbauarbeiten beim neuen Illwerke-Bürogebäude in Vandans fordert ein Subunternehmer vom Generalunternehmer. Der Auftrag hätte 2,6 Millionen Euro kosten sollen. Die zusätzlichen Kosten von 1,36 Millionen seien angefallen, weil die Bodenverhältnisse schwieriger gewesen seien, als das ein Gutachten ausgesagt habe, behauptet Klagsvertreter Michael Hule. Deshalb hätte sich das Rammen schwieriger als angenommen gestaltet.

Das spektakuläre Verwaltungsgebäude für die Montafoner Kraftwerksanlagen ragt zu einem Drittel in den Rodund-Stausee hinein. Im anhängigen Zivilprozess soll nun ein gerichtlich bestellter Sachverständiger ein Gutachten über die Bodenverhältnisse erstellen. Ein solches Gutachten haben freilich vor Baubeginn bereits die Illwerke erstellen lassen.

Entweder sei das von den Illwerken in Auftrag gegebene Boden-Gutachten falsch, sagte Beklagtenvertreter Philipp Längle. Oder es sei von der klagenden Partei falsch interpretiert worden. Die dritte Möglichkeit, die der Anwalt des Generalunternehmers sieht: Der Subunternehmer könnte untaugliches Gerät oder überforderte Mitarbeiter auf der schwierigen Baustelle im Montafon gehabt haben.

“Pig in the middle”

Der Beklagtenvertreter sieht den von ihm vertretenen Generalunternehmer als “pig in the middle”: Sollten tatsächlich aufgrund der Bodenverhältnisse Mehrkosten entstanden sein, müsste seiner Meinung nach der Bauherr dafür aufkommen und nicht der von diesem beauftragte Generalunternehmer. Die Illwerke sind als Bauherr von der Richtigkeit des von ihnen in Auftrag gegebenen Bodengutachtens überzeugt und daher nicht bereit, Mehrkosten zu tragen. Sie wurden nicht geklagt, ihnen wurde aber inzwischen der Streit verkündet.

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