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Kein Gemeindearzt in Bregenz: Rotes Kreuz erwartet baldige Lösung

In der Nacht stehen die Rettungskräfte in Bregenz immer wieder ohne Gemeindearzt da.
In der Nacht stehen die Rettungskräfte in Bregenz immer wieder ohne Gemeindearzt da. ©APA
Bregenz - Seit Mitte November hat Bregenz keinen eigenen Stadtarzt mehr. Dies führt vor allem in der Nacht zu Problemen, wenn in psychischen Notfällen über Einweisungen entschieden und Todesscheine ausgestellt werden müssen. Eine Lösung sei aber in Sicht.

Bereits zwei Monate kommt die Stadt Bregenz ohne eigenen Gemeindearzt aus. Eine Kooperation von niedergelassenen Ärzten übernimmt seither dessen Aufgaben, was aber zu Engpässen in der Nacht führt. So ist teilweise zwischen 22 und 8 Uhr kein Arzt erreichbar – mit merkbaren Auswirkungen.

Keine Einweisungen oder Totenscheine

So muss bei psychischen Einsätzen, beispielsweise wenn jemand einen Selbstmord androht, ein Arzt beigezogen werden. Dieser entscheidet, ob eine Einweisung notwendig ist. Wenn jedoch kein Arzt verfügbar ist, muss der Patient laut ORF-Berichten in Maria Ebene einem Arzt vorgeführt werden. Dies kostet Zeit und bindet einen Krankenwagen. Doch auch bei natürlichen Todesursachen rückt das Rote Kreuz meist ohne Notarzt aus. Ohne anwesenden Gemeindearzt kann dann jedoch kein Todesschein ausgestellt werden. Der Leichnam muss daher im Haus bleiben, bis ein Arzt die Leichenbeschauung vorgenommen hat.

Bregenz sieht stadtärztliche Versorgung gesichert

Bei der Stadt betont man, dass der stadtärztliche Dienst wie auch in anderen Gemeinden durch eine Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten bewältigt wird. Durch diese Kooperation sei die medizinische Versorgung in den Bereichen, die in den Aufgabenbereich der Stadt fallen, abgesichert. Dazu zählt Stadtsprecher Thomas Baumann die Totenbeschau, behördliche Gutachten und Schuluntersuchungen.

Stadtarzt brächte für Bregenz keine Verbesserung

Die berichteten Engpässe im polizeiärztlichen Bereich und des öffentlichen Sanitätsdienstes bestätigt die Stadt. Diese würden aber nicht in den Kompetenzbereich der Stadt fallen, behauptet Baumann. “Durch eine Neubesetzung des 2014 in den Ruhestand getretenen Bregenzer Stadtarztes können diese Aufgaben auch nicht besser erledigt werden”, gibt sich Baumann überzeugt. “Natürlich ist es unser Bestreben, dass auch im Bereich der Unterbringungsuntersuchungen und des polizeiärztlichen Dienstes ein reibungsloser Ablauf gesichert ist.”

“Unangenehm, aber nicht unlösbar”

Es bleibt also dabei: Während Dornbirn beispielsweise vier niedergelassene Ärzte als Gemeindeärzte führt, bleibt Bregenz bei einer Kooperation ohne amtlichen Gemeindearzt. Tatsächlich ist Bregenz damit nicht die einzige Gemeinde ohne eigenen Gemeindearzt, das Problem von da her für das Rote Kreuz nicht gänzlich neu. “Die Problematik ist unangenehm, aber nicht unlösbar”, versucht Rotkreuz-Geschäftsführer Roland Gozzi zu beruhigen. Bei Unfällen und unvorgesehenen Todesfällen rücke der Notarzt aus. Nur bei Einsätzen, die nicht als Notfall eingestuft werden, ist das Rote Kreuz ohne Arzt vertreten. Dies seien daher insgesamt recht wenig Fälle.

Verhandlungen im Gange

Derzeit arbeite man an einer Lösung, versichern Rotes Kreuz und Stadt Bregenz. Laut Gozzi ist der Dienst für zumindest für dieses Wochenende gesichert, eine Lösung für die nächsten Monate sei in greifbarer Nähe.

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