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Kein Brandschutzmittel mehr in chinesischen Nudeln und Teigtaschen

Im Bemühen um ein besseres Image nach dem Melamin-Skandal haben die chinesischen Behörden erstmals eine Liste von 17 Chemikalien veröffentlicht, die nicht mehr in Nahrungsmitteln enthalten sein dürfen.

Künftig wird es etwa verboten sein, Borsäure für die Herstellung von Nudeln oder Teigtaschen zu verwenden, wie aus einer am Dienstag vom Gesundheitsministerium in Peking publizierten Liste hervorgeht.

Der auch als Insektizid und Brandschutzmittel eingesetzte Stoff wurde bisher dafür eingesetzt, den Teig elastischer zu machen. Auch das als Desinfektionsmittel bekannte Formaldehyd darf künftig nicht mehr benutzt werden, um Meeresfrüchte besser aussehen zu lassen.

Die Bekanntmachung verbotener Lebensmittelzusätze ist Teil einer seit vier Monaten andauernden Kampagne der Regierung zur Aufbesserung ihres Images nach dem Melamin-Skandal. Der Liste zufolge darf künftig auch kein Natriumthiocyanat mehr als Konservierungsmittel für Milchprodukte verwendet werden. Die Chemikalie stammt eigentlich aus der Textilproduktion.

Der Melamin-Skandal hat den Ruf der chinesischen Lebensmittelindustrie schwer geschädigt: 294.000 Kinder erkrankten nach Regierungsangaben in diesem Jahr in China an mit Melamin verseuchten Milchprodukten, sechs Säuglinge starben. Auch in zahlreichen ins Ausland exportierten Produkten wurden Spuren der giftigen Chemikalie gefunden. Durch die Beimischung von Melamin kann ein höherer Eiweißgehalt vorgetäuscht werden.

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