Kaum Gegenwind für Golffans

Gams - Bei den Schweizern ticken die Uhren traditionsgemäß anders. Auch bei Golfplätzen. Als treffendes Beispiel dafür gilt ein Golfprojekt in Gams.

Dort schaffte es eine Golf Gams-Werdenberg AG in nur eineinhalb Jahren, eine gültige Baubewilligung zu ergattern. Vor wenigen Tagen erfolgte der Spatenstich für die 18 Löcher zählende Anlage. Im Sommer nächsten Jahres sollen die ersten Bälle fliegen. Während hierzulande wie beispielsweise im Rankweiler Weitried die Gegner mit Argusaugen die Bagger verfolgen und von Naturschützern Höchstgerichte angerufen werden, ging das Projekt in Gams vergleichsweise im Eiltempo über die Bühne.

Zweimal Bürger befragt

Einer der Hauptgründe dafür dürfte vor allem in der Vorgangsweise der Betreiber rund um den Golfclub-Präsident Helmut Kendlbacher zu finden sein. Die Golfer starteten (bezahlte) Informationskampagnen in Medien und luden Bauern und Bürger zu Informationsabenden.

Sechs Millionen Euro

Zweimal wurden die Stimmberechtigen der rund 2500- Seelen-Kommune Gams zur Abstimmung gerufen. Das Votum fiel bei beiden Urnengängen, an denen mehr als vierzig Prozent der Bürger teilnahmen, eindeutig aus: Knapp 70 Prozent sprachen sich für den Bau des umgerechnet sechs Millionen Euro teuren Golfplatzes aus.

Victor Rohner, Vorstandsmitglied des Clubs und Sprecher der Betreibergesellschaft, führt die hohe Akzeptanz der Pläne im Wesentlichen auf die Vorgangsweise zurück. „Wir haben uns im Unterschied zu anderen Betreibern für eine sachtere Vorgangsweise entschieden.“ Preislich liegt der Club im Vergleich zu jenem in Rankweil im ähnlichen Preissegment: Jenseits des Rheins müssen für eine Mitgliedschaft samt Beteiligung umgerechnet 12.000 Euro und diesseits der Grenze rund 10.000 Euro auf den Tisch geblättert werden. Derzeit werden in Gams 300 Mitglieder gezählt. „Vorwiegend Liechtensteiner“, fügt Rohner hinzu.

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