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Katalonien: Mehrheit für Autonomie

Die Bewohner Kataloniens haben in einem Referendum mit deutlicher Mehrheit für eine größere Eigenständigkeit der nordostspanischen Region gestimmt.

Kritiker stellten das Ergebnis jedoch in Frage, da nur jeder zweite der insgesamt rund fünf Millionen Stimmberechtigten an dem Referendum am Sonntag teilgenommen hatte. Nach der Auszählung von 99,6 Prozent der Stimmen sprachen sich offiziellen Angaben zufolge knapp 74 Prozent der Wähler für das Autonomiestatut aus.

Die geringe Wahlbeteiligung zeige die mangelnde Unterstützung für das Projekt, kritisierte die konservative Opposition. Zudem setze die Abstimmung Spaniens Einheit aufs Spiel. Die Regierung in Madrid, die sich für das Referendum ausgesprochen hatte, bezeichnete das Ergebnis hingegen als stichhaltig. „Drei von vier Katalanen, die abgestimmt haben, haben das Projekt unterstützt und den Text vollständig ratifiziert“, sagte Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero. Die Opposition rief er auf, dies zu akzeptieren und zum Tagesgeschäft überzugehen.

Das neue Statut soll Spaniens reichster Region mehr Kompetenzen übertragen, unter anderem bei den Steuereinnahmen. Umfragen hatten eine deutliche Mehrheit für eine Annahme signalisiert. Das Regionalparlament hat den Plan bereits angenommen. Das Statut ist zu einem Politikum geworden, da das in Spanien traditionell heikle Verhältnis zwischen der Zentralregierung und den Regionen berührt ist.

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