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Kasernen als Unterkünfte nicht geeignet

Die leerstehenden Kasernen sind für die kurzfristigen Unterbringung von Asylwerbern nicht geeignet. Das ergab die Überprüfung des Vorarlberger Roten Kreuzes.

Vor drei Wochen bat das Innenministerium das Rote Kreuz um Hilfe, da nach wie vor etwa 1000 Quartiere für Asylwerber fehlen. Bis dato konnten aber nur zirka 100 Plätze in Privatunterkünften aufgetrieben werden. Nun sollen leerstehende Kasernen als Quartiere dienen. In Vorarlberg wurde daher die Rhomberg-Kaserne in Lochau und die Galina-Kaserne in Nenzing auf ihre Bewohnbarkeit geprüft.

 

Keine Heizung, kein Wasser

„Die Rhomberg-Kaserne hat keine Heizung, kein Wasser und ist aufgrund offen Elektroinstallationen gänzlich unbewohnbar ist“, berichtet Roland Gozzi, Direktor des Roten Kreuzes. Um sie bewohnbar zu machen, bedarf es einer Vorlaufzeit für Sanierungsmaßnahmen von mindestens drei Monaten. Die Unterkünfte werden aber sofort benötigt. Auch die Galina-Kaserne kommt derzeit nicht in Frage. Ein Drittel des Gebäude-Komplexes wurde zur Einrichtung des C8-Stützpunktes ans Land Vorarlberg verkauft. „Aufgrund der derzeitigen Umbauarbeiten ist dort ebenfalls die Heizung außer Betrieb und das Wasser abgedreht“, bedauert Gozzi. Was die Kasernen-Prüfungen in Innerösterreich ergaben, ist derzeit noch nicht bekannt.

 

Sinnvolle Lösung

„Wir vertreten die Einstellung, dass es nicht sinnvoll ist, die Menschen nur für einige Wochen vom Osten in den Westen zu übersiedeln“, so der Rot-Kreuz-Direktor, „wenn aber Not am Mann ist, werden bestimmt Lösungen gefunden.“

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